zur Navigation springen

Konjunktur in Schleswig-Holstein : Trübe Aussichten: Betriebe in SH planen Job-Abbau

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weniger Investitionen, weniger Ausbildungsplätze – Unternehmen setzen auf Sparen. Ein Grund: Die unkalkulierbare Verkehrssituation“.

Zuletzt brummte der Konjunkturmotor im Norden auf Hochtouren. Doch die Stimmung trübt sich ein. Auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich für die kommenden Monate eine Trendwende ab. Die Wirtschaft im Land bereitet sich bereits vor. Das geht aus einer Konjunkturumfrage hervor, die der Unternehmensverband Nord (UVNord) gestern in Kiel vorgestellt hat.

Während der Blick der Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein auf 2014 demnach noch positiv ausfällt, trüben die Einführung des Mindestlohns und die „unkalkulierbare Verkehrssituation“ vor allem in Schleswig-Holstein die Aussichten. Und das hat Folgen: „Erstmals steht die Beschäftigungsampel wieder auf Rot“, warnte UVNord-Präsident Uli Wachholtz angesichts der Ergebnisse. Planten die befragten 225 Unternehmen in Schleswig-Holstein und Hamburg vor einem Jahr noch zusätzliche Arbeitsplätze, so steht nun unter dem Strich ein dickes Minus – das allein im nördlichsten Bundesland fast zehn Mal so groß ausfällt wie die Zahl der geplanten Einstellungen im Vorjahr.

Dreiviertel der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen bis Ende des Jahres nicht mehr erhöhen oder sie sogar einschränken – mehr als noch vor einem Jahr. „Besorgniserregend ist“, so Wachholtz, „dass die Rationalisierungsinvestitionen zunehmen.“ Das gelte inzwischen für jeden vierten Betrieb (25 Prozent). Auch hat gut ein Viertel (23 Prozent) der befragten Unternehmen die Zahl seiner Ausbildungsplätze gegenüber dem Vorjahr reduziert. Zugleich ist der Anteil jener, die über fehlende Fachkräfte klagen, noch einmal um drei Prozent auf 67 Prozent gewachsen. Nicht einmal mehr die Hälfte (49 Prozent) der Betriebe in Schleswig-Holstein geht für dieses Jahr noch von gestiegenen Umsätzen aus. Für das erste Quartal 2015 ist es sogar nur noch gut ein Viertel (27 Prozent).

Eine Verantwortung dafür sieht die Nord-Wirtschaft einer weiteren Befragung zufolge auch bei der Landesregierung. Nicht einmal mehr ein Viertel (24 Prozent) der befragten Unternehmer im Land ist demnach noch zufrieden mit der Arbeit von Albigs Kabinett.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Okt.2014 | 10:50 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen