Versicherungswirtschaft : Trotz Unwetter: Versicherer erwarten normales Schadensjahr

Eine nach Starkregen überschwemmte Tiefgarage Mitte Juni in Baden-Württemberg. /SDMG
Eine nach Starkregen überschwemmte Tiefgarage Mitte Juni in Baden-Württemberg. /SDMG

Starkregen, Hagel und Überschwemmungen - schwere Unwetter wüteten zuletzt über Baden-Württemberg. Versicherer rechnen in Deutschland aber trotzdem mit einem normalen Schadensjahr.

shz.de von
17. Juni 2018, 17:41 Uhr

Trotz der teils schweren Unwetter der vergangenen Wochen rechnen Versicherer in Deutschland derzeit mit einem normalen Schadensjahr.

«Bislang sind die Schäden noch beherrschbar», sagte Kathrin Jarosch, Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, der «Heilbronner Stimme». «Noch liegt das alles im normalen Schwankungsbereich.»

Im Schnitt gebe es jährlich in Deutschland Schäden durch Naturgefahren in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. In den vergangenen Jahren habe die Summe trotz punktueller Katastrophen bei etwa 2 Milliarden Euro gelegen.

«Es gibt derzeit zwar gehäuft Starkregen-Ereignisse, aber die Lage ist nicht vergleichbar mit dem Sturmtief Friederike im Januar», sagte die Verbandssprecherin. Damals habe die Schadenssumme deutschlandweit etwa bei einer Milliarde Euro gelegen. «Das ist für die jüngsten Ereignisse nicht zu erwarten.»

Der Entwicklung gehe hin zu vielen, aber regional begrenzten Ereignissen. Innerhalb sehr kurzer Zeit könnten so sehr viele Schäden entstehen - aber räumlich eng begrenzt. Zuletzt hatte es etwa in Baden-Württemberg immer wieder Unwetter mit Überschwemmungen, Hagel und Starkregen gegeben.

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