Ausstellerrekord in Nürnberg : Trends der Spielwarenmesse 2018: Naturliebe und Teamgeist im Fokus

Die „Trend Gallery“ auf der Spielwarenmesse in Nürnberg.

Die „Trend Gallery“ auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Hier werden die neuen Trendprodukte gezeigt.

Die weltgrößte Spielwarenmesse findet vom 31. Januar bis 4. Februar statt. Der Markt für Lizenzprodukte wächst weiter.

shz.de von
25. Januar 2018, 20:03 Uhr

Naturverbundenheit, Teamgeist und der Spaßfaktor beim Spielen sind die diesjährigen Trends auf der Nürnberger Spielwarenmesse. Dass Kinder sehr viel Zeit mit Smartphones, Tablets und Fernsehkonsum verbringen, sei ja nicht neu, sagte Christian Ulrich, Marketingdirektor der Messe, am Donnerstag.

Jedoch sei der Entdeckergeist bei den Jüngsten leicht zu wecken. Inzwischen gebe es immer mehr Angebote, um „Kinder auf spielerische Art und Weise wieder in die Natur zu bringen“. Dazu gehörten Spiele, die Kinder zu kleinen Gärtnern machten. Sie „säen und bauen selbst an, züchten und ernten Pflanzen“ – und lernten auch praktisch, was etwa für Fotosynthese nötig sei, sagte Ulrich. „Und man übernimmt auch ein bisschen Verantwortung. Denn schließlich müssen sie sich um die Pflanzen kümmern.“ Die Trends sind vielfältig: Mit einem Lupenbehälter lassen sich beispielsweise Käfer, Kaulquappen oder Blätter betrachten, mit einem Schnitz-Set können Kinder sich mit dem Material Holz auseinandersetzen und ein kleines Segelschiff bauen. Neben dem Trend „Explore Nature“ (Natur erkunden) werde Teamgeist beim Spielen immer wichtiger, sagte Ulrich.

Bei vielen Angeboten aus dem Bereich „Team Spirit“ stehe natürlich vor allem der Wettbewerbsgedanke im Vordergrund. Allerdings seien Spiele im Kommen, die sich um Kooperation drehten – zum Beispiel beim Balancierteller von „Eduplay“. „Das heißt, ich habe als Einzelkämpfer keine Chance – gewinnen kann ich nur im Team.“ Das bedeute auch, sich mit anderen Spielern auszutauschen und auch einmal Kompromisse einzugehen.

Beim dritten Trend „Just for fun“ gehe es um Spiele mit reinem Spaßfaktor. Entsprechende Produkte würden Kindern helfen, in ihrem „zunehmend stressigen Alltag mal komplett abzuschalten.“ Das Lernen stehe dabei nicht unbedingt im Vordergrund, erläuterte Ulrich. So wird beispielsweise Wasser mit „Slime von Zimpli Kids“ zu buntem Schleim und auch das Yoyo erfährt ein Revival in einer multifunktionalen Version.

Die weltgrößte Spielwarenmesse findet vom 31. Januar bis 4. Februar statt. Einen Rekord gibt es bei der Zahl der Aussteller: Diesmal seien 2902 Unternehmen aus 68 Ländern vertreten – 31 mehr als im Vorjahr, sagte der Chef der Spielwarenmesse, Ernst Kick.

Immer wichtiger wird nach seinen Worten der Markt für lizenzierte Spielwaren, der etwa durch Filmreihen getragen wird. Mit einem erwarteten Wachstum von 14 Prozent bis 2020 entwickeln sich die Lizenzspielwaren wesentlich dynamischer als herkömmliche Spielwaren ohne Lizenz. Bei einer Sonderveranstaltung im Rahmen der Messe würden neue Lizenzprodukte gezeigt. Filmstudios wie NBC Universal, Fox und Paramount Pictures seien dafür als Partner gewonnen worden, berichtete Kick. An dieser Veranstaltung könne man aber nur auf Einladung der Lizenzgeber teilnehmen.

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