Tiefrote Zahlen bei Hapag-Lloyd

Vom Scheitern der Dreier-Allianz könnte die deutsche Reederei  Hapag-Lloyd profitieren, die nach der Fusion mit Chiles CSAV Nummer vier auf dem Weltmarkt sein wird.
Vom Scheitern der Dreier-Allianz könnte die deutsche Reederei Hapag-Lloyd profitieren, die nach der Fusion mit Chiles CSAV Nummer vier auf dem Weltmarkt sein wird.

shz.de von
12. August 2014, 12:53 Uhr

Der Preiskampf im Containergeschäft und der schwache US-Dollar machen der Linienreederei Hapag-Lloyd weiter schwer zu schaffen. Obwohl die Transportmenge im ersten Halbjahr um fast sechs Prozent stieg, ging der Umsatz um gut vier Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte.

Das operative Ergebnis sackte von rund plus 14 Millionen Euro im Vorjahr auf ein Minus von 74 Millionen Euro. Unter dem Strich wuchs der Verlust auch wegen Sonderkosten für die geplante Fusion mit der chilenischen Reederei CSAV von 73 Millionen auf 173 Millionen Euro. Mit der Fusion, die bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein soll, will Hapag-Lloyd nochmals um die 200 Millionen Euro jährlich einsparen. Es fehlen noch die Freigaben von rund einem Dutzend Kartellbehörden weltweit. Die Frachtrate für den Transport eines Containers ging im Durchschnitt noch einmal von 1522 auf 1424 Dollar (1063 Euro) zurück, also um 98 Dollar. Nach dem schlechten ersten Halbjahr erwarte Hapag-Lloyd trotz der unverändert angespannten Umfeldes im zweiten Halbjahr ein besseres Ergebnis und wolle am Ende des Jahres zumindest operativ im Plus stehen, sagte der neue Vorstandsvorsitzende Rolf Habben Jansen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert