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Textilkonzerne versprechen mehr Sicherheit

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erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Genf/Dhaka/Hamburg | Drei Wochen nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes (Foto) in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten ist ein Abkommen von 31 führenden Handelskonzernen der Textilbranche für mehr Sicherheit in Kraft getreten. "Dies ist ein Wendepunkt", erklärte der internationale Gewerkschaftsdachverband UNI Global Union in Genf. Die Vereinbarung soll Millionen Arbeiter in Textilfabriken in Bangladesch besser schützen. "Ziel ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Lebens der am meisten ausgebeuteten Arbeitskräfte der Welt, die unter gefährlichen Verhältnissen 38 Dollar im Monat verdienen", sagte Jyrki Raina, Generalsekretär des Dachverbands. Die Konzerne verpflichten sich, den Brandschutz und die Gebäudesicherheit in den Fabriken zu erhöhen. Insgesamt seien in das Abkommen mehr als 1000 Zulieferbetriebe und Zwischenhändler und damit ein großer Teil der rund vier Millionen Textilarbeiter in Bangladesch eingebunden.

Bis zum Stichtag 15. Mai hatten unter anderem folgende Mode-Firmen unterzeichnet oder dies zugesagt: H & M, C & A, PVH (mit den Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger), Tchibo, Marks & Spencer, Zara, Hess Natur, Mango, Carrefour, KiK, Aldi, Benetton, Esprit, Rewe, Lidl und Abercrombie & Fitch, so Kampagnen-Sprecherin Frauke Banse. Es gebe aber auch Verweigerer wie die US-Konzerne Gap, Walmart oder die deutschen Betriebe NKD, Metro, Ernstings und Otto. Sie wollten an bestehenden Konzepten festhalten.

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