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Präsentation in Kalifornien : Tesla „Model 3“: Bilder und Details zum Elektroauto fürs Volk

vom
Aus der Onlineredaktion

Elon Musk hat das Geheimnis um das Design des neuen Mittelklasse-Elektoautos gelüftet und zeigt „Model 3“ erstmals der Öffentlichkeit.

Hawthorne | Der neue Tesla „Model 3“ ist am frühen Freitagmorgen deutscher Zeit von Tesla-Chef Elon Musk in Kalifornien vorgestellt worden. Unter dem Jubel von 800 geladenen Gästen präsentierte Musk das neue Mittelklasse-Elektroauto der Öffentlichkeit.

Der neue Tesla „Model3“.
Der neue Tesla „Model3“. Foto: Screenshot/Tesla.com
Die E-Mobilität steht bei allen Autoherstellern hoch im Kurs. Teslas Ankündigung, ein massentaugliches Elektroauto auf den Markt bringen zu wollen, hatte im Vorfeld bereits für große Aufmerksamkeit gesorgt. Das „Model 3“ könnte den Markt für batteriebetriebene Fahrzeuge revolutionieren und den Anfang vom Ende der mit fossilen Brennstoffen betriebenen Autos bedeuten.

Mystisch kommt der Livestream daher. Vorname, Nachname und Emailadresse sind notwendig, um zum Stream zu gelangen. „Model 3“ heißt es überall. Dabei ist die Zahl in drei übereinanderliegenden Strichen dargestellt. „Reserve your Model 3“ heißt es nach der Anmeldung – reserviere dein Modell 3. Daneben der Livestream. Die Bühne ist aufgeräumt. Eine Halle in grau und dunkelblau.

Teslas „Model 3“.
Teslas „Model 3“. Foto: dpa
 

Elon Musk tritt nach einer kurzen Ankündigung durch seinen Designteam-Chef auf die Bühne – umjubelt von den ausgewählten Gästen, 650 davon bereits Besitzer eines Tesla. Musk spricht zu Beginn über den Klimawandel und die Gefahren durch Emissionen herkömmlicher Fahrzeuge. Wie kann eine kleine Firma einen Unterschied machen? Musk spricht über den ersten Wagen der Firma: den Tesla Roadster. Trotz wenig Platz und eines hohen Preises, sei der Roadster das erste Auto gewesen, dass ein reines Elektroauto war. Der Wagen habe zeigen können, wie E-Mobilität aussehen könnte.

Elon Musk vor der Modellpalette von Tesla.
Elon Musk vor der Modellpalette von Tesla. Foto: Screenshot/Tesla

Danach folgte das „Model S“. Jubel aus dem Publikum. Musk erklärt die Vorzüge des Flaggschiffs von Tesla. Der Wagen sollte zeigen, was Elektroautos leisten können. Auch das „Model X“ sollte zeigen, dass SUVs rein elektrisch fahren können. Alle Besitzer, die ein „Model S“ oder „Model X“ fahren, hätten „Model 3“ mitfinanziert, dankt Musk. 115.000 Vorbestellungen habe es bereits vor der Präsentation für das neue Modell gegeben, sagt der Tesla-Chef – innerhalb von 24 Stunden.

Tesla-Chef Elon Musk vor dem Chassis des neuen „Model 3“.
Tesla-Chef Elon Musk vor dem Chassis des neuen „Model 3“. Foto: Screenshot/Tesla

Spezifikationen des „Model 3“

Der Tesla „Model 3“ schafft es in rund sechs Sekunden von 0 auf 100. Und das sei nur die Basisversion, sagt Musk. Der Wagen soll 250 km/h erreichen. Das Fahrzeug habe in Crashtest-Ratings fünf Sterne erhalten, sagt Musk. Fünf Personen hätten locker Platz. Musk bestätigt auch, dass der neue Wagen das autonome Fahren ermöglicht. Ein großes Glasdach sowie einen Kofferraum vorne und hinten sollen viel Platz bieten. Alle „Model 3“ werden über die Möglichkeit des Superchargings verfügen. Das Schnellladen ermögliche die Reisefreiheit, erklärt der 44-Jährige. Das Basismodell soll eine Reichweite von 346 Kilometern haben.

Die Eckdaten im Überblick:

Geschwindigkeit 250 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 6 Sekunden
Reichweite in der Basisversion 346 Kilometer
NCAP-Crashtest 5 Sterne
Kraftübertragung Heckantrieb, Allrad optional
Sitzplätze 5
Supercharge Ja
Autonomes Fahren Ja
Preis 35.000 Dollar (rund 31.000 Euro)
Auslieferung voraussichtlich ab 2017

Der Supercharger und die Gigafactory

Bis Ende 2017 sollen 7200 Supercharger weltweit verteilt aufgestellt werden, sagt Musk. shz.de zeigt auf einer Karte, wo bereits Schnelllader in Hamburg und SH stehen. 215 Tesla-Stores gebe es derzeit. Ende 2017 sollen es bereits 441 Geschäfte sein, wo Kunden ihre Wagen kaufen und warten lassen können, sagt der Tesla-Chef. Danach zeigt Musk Bilder der Gigafactory, wo künftig die Batterien für die Fahrzeuge gebaut werden sollen.

Elon Musk präsentiert die Gigafactory.

Elon Musk präsentiert die Gigafactory.

Foto: Screenshot/Tesla

Preis des „Model 3“ und Auslieferung

„Model 3“ werde ab dem nächsten Jahr ausgeliefert und soll 35.000 Dollar kosten, sagt Musk. „Der Wagen wird auch in der Standardversion das beste sein, was man für das Geld bekommen kann.“ Er hoffe, dass der Zeitplan eingehalten werden könne. Das Publikum lacht. Denn in der Vergangenheit musste die Auslieferung des „Model X“ mehrfach verschoben werden. Nach der Präsentation dürfen die ersten Besucher eine erste Runde in dem neuen Fahrzeug drehen.

Weitere Bilder von der Show:

Das „Model 3“ von vorne...
Das „Model 3“ von vorne... Foto: Screenshot/Tesla

Das Design erinnert an den großen Bruder, den Tesla „Model S“.

Die Heckansicht des Tesla „Model 3“.

Die Heckansicht des Tesla „Model 3“.

Foto: Screenshot/Tesla

Das gefällige Design erinnert eher an einen Sportwagen als an eine Mittelklasse-Familienkutsche.

Das „Model 3“ in der Seitenansicht.

Das „Model 3“ in der Seitenansicht.

Foto: Screenshot/Tesla

Hier noch ein Rundum-Blick:

Das Netz feiert Elon Musk und den neuen Tesla schon kurz nach der Veröffentlichung auf Twitter:

„Stoppt mich bitte“, schreibt ein Twitterer, der einen Screenshot des Reservierungsformulars angehängt hat.

„Du weißt dein Auto ist episch, wenn es mit einem Porsche verglichen wird“, schreibt ein Nutzer.

„Schon über 115.000 Reservierungen. Dieses Auto verändert die Welt“, schreibt eine Frau auf Twitter, die Elon Musk und Tesla dankt.

Auch in Deutschland ist man zu früher Stunde wach, um die Präsentation zu sehen.

Das Design hat aber auch erste Kritiker. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich über ein Auto ohne Instrumententafel denken soll“, schreibt ein Nutzer.

„Ich weiß nicht, wie ich den finden soll“, schreibt ein anderer.

Die meisten Twitterer sind jedoch begeistert und sind sicher, die Revolution in der Automobilindustrie miterlebt zu haben.

„Das nächste Auto wird ein Tesla 3“, schreibt dieser Nutzer.

Schon vor Veröffentlichung des neuen Modells aus dem Hause Tesla bildeten sich Schlangen vor den Geschäften. Viele wollten ihr „Model 3“ für 1000 Dollar reservieren.

Zusammen mit dem Chevrolet Bolt EV der Opel-Mutter General Motors (GM) könnte Teslas neue Offerte Mittelklasse-Stromer salonfähig machen. Der Bolt soll bereits in ein paar Monaten auf den US-Markt kommen und hat ebenfalls eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern. Sein Kaufpreis soll bei gut 37.000 Dollar liegen, laut GM-Chefin Mary Barra aber nach Abzug staatlicher Rabatte auf etwa 30.000 Dollar sinken. In Europa kommt das Modell wenig später als Opel Ampera-e raus.

(mit dpa)

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erstellt am 01.Apr.2016 | 07:59 Uhr

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