Neue Berechnungen der Deutschen Bahn : „Stuttgart 21“ wird teurer – und später fertig

Bauarbeiter auf der Bausstelle des Bauprojekts für den neuen Hauptbahnhof Stuttgart 21 in Stuttgart.  /Archiv
Blick auf die Baustelle des Projekts „Stuttgart 21“. /Archiv

Das Projekt könnte am Ende mehr als acht Milliarden Euro verschlingen und der Bahnhof statt 2021 erst 2025 eröffnen.

shz.de von
25. Januar 2018, 13:14 Uhr

Berlin | Das Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte noch später fertig werden als zuletzt geplant und am Ende 8,2 Milliarden Euro kosten. Entsprechende Informationen von „Spiegel Online“ wurden am Donnerstag im Umfeld des Aufsichtsrats bestätigt. Demnach könnte der Vorstand dem Gremium am Freitag vorschlagen, den Bahnhof statt im Jahr 2021 erst 2025 zu eröffnen. Erst im November war bekannt geworden, dass die Kosten für den unterirdischen Durchgangsbahnhof und Anschlussstrecken um 1,2 Milliarden Euro auf 7,6 Milliarden Euro steigen.

Die Verlegung des Kopfbahnhofes unter die Erde und die Umwandlung in einen Durchgangsbahnhof gilt als Prestigeobjekt in Stuttgart. Bei Baubeginn 2010 sollte das Projekt rund vier Milliarden Euro kosten, der neue Bahnhof im Dezember 2019 eröffnen. Das Vorhaben ist umstritten. Gegner bemängeln unter anderem die fehlende demokratische Legitimation und Bürgerbeteiligung, hohe Kosten und fehlende Wirtschaftlichkeit.

Schon damals war die Rede davon, die Eröffnung zu verschieben – zunächst auf 2024 – und weitere 300 Millionen Euro als Risikopuffer einzuplanen. Nun kursiere auch die Summe von 500 Millionen Euro, hieß es am Donnerstag. Mit Zusatzaufwendungen für die neuerliche Verzögerung könnte sich der Kostenrahmen damit auf 8,2 Milliarden Euro dehnen. Zu den Kostentreibern bei dem Projekt zählen gestiegene Baupreise und Probleme mit dem Baugrund.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen