Soziales Netzwerk : StudiVZ wird für zehn Millionen Dollar verkauft

StudiVZ wurde einst viel genutzt, dann brachen die Zahlen ein.
StudiVZ wurde einst viel genutzt, dann brachen die Zahlen ein.

StudiVZ und MeinVZ gehen an ein amerikanisches Entertainment-Unternehmen - das damit den deutschen Markt erreichen will.

shz.de von
30. November 2016, 17:20 Uhr

StudiVZ hatte zu Spitzenzeiten Millionen Nutzer - doch diese Zeiten sind lange vorbei. Nun steht dem sozialen Netzwerk die nächste Übernahme bevor: Das amerikanische Entertainment-Unternehmen Momentous Entertainment Group (MEG) kauft die StudiVZ-Betreiberfirma Poolworks, auch das Schwester-Netzwerk MeinVZ ist Teil der Übernahme. Zuerst hatte die Website gruenderszene.de darüber berichtet.

Bis Ende Dezember 2016 soll der Verkauf für insgesamt zehn Millionen Dollar abgeschlossen sein. Das geht aus einer Mitteilung von MEG hervor, die die Firma auf ihrer Seite veröffentlichte. CEO Kurt Neubauer wolle damit den deutschsprachigen Markt erreichen, heißt es darin weiter. Laut MEG verfügen die deutschen Netzwerke noch immer über zehn Millionen Nutzer.

StudiVZ  wurde am 11. November 2005 von Ehssan Dariani und Dennis Bemmann gegründet - als deutsches Pendant zu Facebook. 2007 hat der Holtzbrink-Verlag das Netzwerk gekauft (für 85 Millionen Euro) und es mit den Schwesterportalen SchülerVZ und MeinVZ unter der Holding Poolworks zusammengefasst.

StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ hatten im Jahr 2010 rund 16 Millionen Nutzer. Bei Facebook waren es zu der Zeit in Deutschland nur elf Millionen. SchülerVZ wurde am 30. April 2013 geschlossen.

Als StudiVZ vor einem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte, hat sich unsere Autorin noch einmal eingeloggt - den Erfahrungsbericht lesen Sie hier. Und ob das soziale Netzwerk nochmal so richtig erfolgereich wird? Das darf zumindest bezweifelt werden - das zeigt auch unsere Übersicht über digitale Wiederbelebungen.

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