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1,25 Millionen Zuschauer : Stromberg macht Investoren immer noch glücklich

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„Stromberg - Der Film“ lockte mehr als 1,2 Millionen Besucher in die Kinos. Das freut weiterhin die Fans, die in den Streifen investierten – per Crowdfunding.

Die Zahl spricht für sich: Etwa 1,25 Millionen Zuschauer zog „Stromberg - Der Film“ bereits in die Kinos. Das ist weiterhin nicht nur ein großer Erfolg für die Macher, sondern auch für die Fans. Denn wer wollte, konnte in den Streifen investieren. Die Finanzierung des Films basiert auf dem Prinzip des Crowdfunding.  

Bereits Mitte März – nur ein paar Wochen nach der Premiere – hatte der Film den 1.000.001. Zuschauer in die Kinos gelockt. Das war deswegen spannend, weil die Investoren seit diesem Zeitpunkt Gewinn machen.

So lief das Ganze konkret ab: Ende 2011 erfolgte der Aufruf zur Schwarmfinanzierung im Internet. Stromberg-Schöpfer und Produzent Ralf Husmann wollte sich dann an die Arbeit für einen Stromberg-Film machen, wenn eine Million Euro zusammenkommen – von den Fans. Die ließen sich nicht lange bitten. Und die Dreharbeiten konnten beginnen. Am 20. Februar 2014 war es dann so weit: Bernd Stromberg, Leiter der Schadensregulierung der Capitol-Versicherung, zeigte sich auf der Kino-Leinwand. Fans der TV-Kult-Serie pilgerten in die Säle, um die Film-Fortsetzung zu sehen.

Die Finanzierung funktionierte wie folgt: Jeder Einzelne musste mindestens 50 Euro in das Projekt investieren. Ab dem millionsten Kino-Besucher verdienten die Investoren mit, indem pro verkauftem Ticket 50 Cent für die Crowdfunding-Gemeinschaft angesammelt wird. Ein einfaches Rechenbeispiel: Wer Anteile für 1000 Euro erworben hat, erhält – bei der aktuellen Besucherzahl von 1,25 Millionen – 1125 Euro. Das macht also ein Gewinn von 125 Euro. Wäre der Film unter der Millionenmarke geblieben, hätten sich die Investoren mit einem Minusgeschäft abfinden müssen.

Wie lange der Film noch in den Kinos zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Zugegeben: Viele Kinos haben den Streifen nicht mehr im Programm. Aber je länger er noch in ausgewählten Kinos zu sehen ist, desto besser für die Crowdinvestoren. Die erste offizielle Abrechnung erfolgt sechs Monate nach dem Kinostart, also am 20. August. Dann stehen die Zuschauerzahlen fest.

Über die Win-Win-Situation für Macher und Investoren freute sich Ralf Husmann bereits im März, als die Millionen-Zuschauer-Marke geknackt wurde: „Super! Das Crowdinvestingmodell hat sich auch für die Investoren gelohnt“. Und es lohnt sich immer noch.

Erfolgreiche Crowdfunding-Projekte gibt es auch in den USA. Zach Braff, bekannt aus der Serie „Scrubs“, konnte dank der Plattform Kickstarter den Kinofilm „Wish I Was Here“ drehen. Er bekam im Internet die erbetenen zwei Millionen Dollar zusammen. Auch die Macher der vor einigen Jahren abgesetzten Fernsehserie „Veronica Mars“ mit Schauspielerin Kristen Bell baten Fans um Geld für eine Film-Fortsetzung. Der Erfolg war überragend: Statt der angepeilten 2 Millionen Dollar bekamen sie 5,7 Millionen.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 13:29 Uhr

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