Philipp Rösler : "Strom muss billiger werden"

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler beim Tag der Deutschen Industrie.  Foto: dpa
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler beim Tag der Deutschen Industrie. Foto: dpa

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) warnt vor einem "Orkan" an Strompreiserhöhungen.

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12. Juni 2013, 10:52 Uhr

Berlin | Einschnitte bei der Ökostromförderung, keine Steuererhöhungen und solide Haushalte: Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht drei Monate vor der Wahl, die kritische Wirtschaft von ihrem Kurs zu überzeugen. Zweifel an der Bezahlbarkeit ihrer Wahlversprechen wies die CDU-Chefin am Dienstag beim BDI-Industrietag zurück. Zurücklehnen dürfe sich aber niemand: "Auf Dauer wird es Deutschland nur gut gehen, wenn Europa und der Euroraum auf die Beine kommen." Die Industrie warnte die Politik davor, Erfolge beim Schuldenabbau leichtfertig zu verspielen.
Bleibt Merkel Kanzlerin, will sie als erstes die rasant steigenden Ökostrom-Kosten in den Griff kriegen. Die deutsche Wirtschaft müsse im Wettbewerb gerade mit den USA bei den Stromkosten entlastet werden: "Das kann ich versprechen." Zuletzt waren Verhandlungen zwischen Bund, Ländern und Opposition für eine "Strompreisbremse" gescheitert.

"Wir müssen an die Strompreise ran"

Wirtschaftsminister Philipp Rösler warnte vor einem "Orkan" an Strompreiserhöhungen: "Wir müssen an die Strompreise ran, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken." Bei der umstrittenen Schiefergas-Förderung durch Fracking dürfe Deutschland nicht für alle Zeiten die Tür zuschlagen: "Alle anderen Staaten in der Welt werden nicht darauf verzichten", sagte Rösler.
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, betonte, viele Firmen seien wegen der Energiewende verunsichert. Es sei Zeit für einen "Stromkosten-Stopp".

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