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Streiktheater bei Bahn und Lufthansa: Fernbusse profitieren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach dem bundesweiten Lokführer-Bahnstreik hat sich die Lage gestern wieder normalisiert. Hamburger Bahnreisende hatten laut Bahn wieder planmäßige Zugverbindungen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte am Vortag ein Tarifangebot der Bahn abgelehnt und zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Laut GDL standen bundesweit 90 Prozent der Güter- und Personenzüge still oder waren verspätet, in Hamburg war der gesamte Zugverkehr zeitweise zum  Erliegen gekommen. Auch der Schienenverkehr in Schleswig-Holstein war nahezu komplett lahm gelegt worden. Die GDL drohte mit weiteren Warnstreiks im Tarifstreit. Unklar bleibt die Situation bei der Lufthansa. Die Pilotenvereinigung Cockpit wollte gestern nicht bekannt geben, wann es neue Warnstreiks geben werde. Die Passagiere würden rechtzeitig informiert. Zudem wolle man nicht parallel mit den Lokführern zu streiken.

Gewinner dieser Streiklage waren die Fernbus-Linien: Sie profitieren nach eigenen Angaben stark von der Verunsicherung bei Bahnfahrern und Fluggästen. FlixBus sprach von einem Buchungsplus seit dem Wochenende von fünf Prozent. Dies könne man sich nicht anders als mit den Warnstreik-Drohungen erklären.

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erstellt am 02.Sep.2014 | 15:23 Uhr

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