Streik bremst Hamburger Flugverkehr

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23. Januar 2015, 13:14 Uhr

Das große Chaos blieb aus, dennoch waren Tausende Fluggäste genervt: Ein fünfstündiger Warnstreik des privaten Sicherheitspersonals hat gestern den Betrieb am Hamburger Flughafen erheblich beeinträchtigt. Airport-Sprecherin Stefanie Harder: „Insbesondere in der Zeit von 13 bis 16 Uhr gab es Wartezeiten von mehr als zwei Stunden.“ Insgesamt seien etwa 20  000 Passagiere betroffene gewesen.

An dem Ausstand beteiligten sich laut Verdi-Sekretär Peter Bremme 500 von 900 Beschäftigten im Abfertigungsbereich, vor allem bei der Handgepäck- und Personenkontrolle, aber auch bei Personal- und Warenkontrollen. Nach der Wiederaufnahme der Arbeit ab 16 Uhr entspannte sich die Lage allmählich. Von den 53 Abflügen, die während der Warnstreikspanne (11 bis 16 Uhr) auf dem Flugplan standen, wurden vier gestrichen.

Der Warnstreik am Flughafen ist Teil eines Tarifkonflikts für das gesamte Hamburger Sicherheitsgewerbe mit 8000 Beschäftigten. Die Gewerkschaft Verdi fordert für den Bewachungsdienst einen Lohnzuwachs von 8,05 Euro auf 9,20 Euro pro Stunde und für die Luftsicherheitsassistenten 15,00 Euro statt bislang 14,00 Euro pro Stunde. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) bietet den Flughafenkräften 14,90 Euro an, beim Einstiegslohn der übrigen Wachleute 8,75 Euro.

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