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„SternenZelt-Textilien“: Von China über den Norden in die Welt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 13:40 Uhr

Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro und 1000 neue Arbeitsplätze waren angekündigt. Doch selbst das eingeschmolzene „Starter-Paket“ – bisher nur acht Arbeitsplätze und lediglich ein umgebauter Aldi-Markt – lockte gestern jede Menge politische Prominenz nach Schwarzenbek. Denn man hofft auf weitreichende Folgeinvestionen im Land, und so ließen es sich weder Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) noch sein Vorgänger Peter Harry Carstensen (CDU) nehmen, dem chinesischen Investor Zhonhui Zhu die Ehre zu erweisen.

Zhu ist Vorstandschef des größten chinesischen Heimtextilanbieters „Jiangsu S & C International Group“. Das Tochterunternehmen „European Textile Center GmbH“ (ETC) will von Schwarzenbek aus die Märkte in Deutschland und Europa mit dem Markennamen „SternenZelt“ erobern. Das vor mehr als fünf Jahren erstmals ins Gespräch gebrachte Textilzentrum in der Kleinstadt im Kreis Herzogtum Lauenburg soll einmal 1000 Mitarbeiter beherbergen. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt ETC-Geschäftsführer Mikel Wang. Und so ist nur verständlich, dass Albig die Chance nutzte, dem Investor zu danken und Werbung zu machen.

China ist nach Dänemark mittlerweile der zweitwichtigste Handelspartner für Unternehmen aus Schleswig-Holstein. „Schleswig-Holstein ist das Tor für viel ökonomischen Erfolg“, sagte Albig, der kürzlich selbst eine Wirtschaftsdelegation in China angeführt hatte. Ein Kontakt, der in beide Richtungen läuft. „Man muss vor Ort sein und nicht nur virtuelle Kontakte halten“, machte der Ministerpräsident deutlich. Diese Kontakte vor Ort hatte für Schwarzenbek der frühere Wirtschaftsförderer Andreas Thiede geknüpft. Der gehörte gestern auch zu den Gästen und hat neuerdings als Bürgermeister der Nachbarstadt Lauenburg weitere Kontakte nach Asien geknüpft.

Chinas Generalkonsul Huigun Yang erklärte, dass Deutschland in Europa die erste Wahl für Investoren aus China sei. „Dieser Showroom öffnet ein Fenster für Chinas großen Heimtextilmarkt“, sagte er. So dürfte bei einem Erfolg der Traum vom Textilzentrum mit 1000 Mitarbeitern vielleicht doch noch wahr werden. ETC wird sich vor allem Fachhändlern öffnen, um das Angebot von „SternenZelt“ ins Sortiment der Einzelhändler zu bringen.

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