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Eröffnung in Nürnberg : Spielwarenmesse: Hightech und „kluge Knete“

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Die Spielwarenmesse in Nürnberg öffnet die Tore für Besucher aus aller Welt. 2750 Aussteller präsentieren rund eine Million Produkte: Roboter, Tablet-Spiele und Sand für die Wohnung,

Nürnberg | Die weltweit größte Spielwarenmesse in Nürnberg hat begonnen. Direkt nach dem Öffnen der Hallen am Mittwochmorgen strömten bereits zahlreiche Fachbesucher durch die Tore. Die Händler sind auf der Suche nach neuen Verkaufsschlagern - und haben die Wahl unter rund einer Million Produkten, die 2750 Aussteller präsentieren.

Das Angebot reicht von Baby- und Kleinkindartikeln über Plüsch und Holzspielzeug bis hin zu Lernspielen, Outdoorspielwaren und Schulbedarf. Flächenmäßig ist es „die größte Spielwarenmesse aller Zeiten“, wie die Veranstalter betonen - nach dem Neubau einer weiteren Halle breitet sich die Branchenschau nun auf 170.000 Quadratmetern aus. Bis zum Ende der Messe am Montag werden rund 73.000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet.

Kneten, Formen, Basteln, Häkeln: Die Neuheitenschau der Nürnberger Spielwarenmesse setzt dem allgemeinen Trend zu immer mehr Hightech Altbewährtes entgegen. Eine ganze Reihe von neuen Spielwaren fördert nicht nur die Fingerfertigkeit von Kindern, sondern stimuliert auch deren Sinne.

Zwei Beispiele: Eine „intelligente Knete“, die auf Druck hin härter wird, bei Wärmeeinfluss die Farbe wechselt oder magnetisch reagiert. Sand, der sich zum Burgen bauen in der Wohnung eignet - weil Kalkstein die Körner aneinanderkleben lässt. Fegen und Saugen wird überflüssig.

Aber natürlich ist auch der Technik-Trend ungebrochen: Viele Spielzeuge haben elektronische Komponenten, die blinken, Geräusche machen oder für Bewegung sorgen. Komplex agierende Roboter lassen sich mit Hilfe einer Kamera per Bewegung steuern, Hubschrauber schweben über Handflächen. Zahlreiche Spiele binden inzwischen völlig selbstverständlich Smartphones und Tablet-PCs mit ein. Ravensburger bietet ein Brettspiel an, bei dem das Smartphone die Rolle des Spielleiters übernimmt. Die Kamera scannt dabei das Spielfeld ab, analysiert die Züge, erklärt die Regeln und gibt Tipps.

Dank solcher Neuheiten, aber auch mit Hilfe bewährter Produkte wie 3D-Puzzles und dem Lernstift Tiptoi wollen die Schwaben den Umsatz in diesem Jahr um zwei bis drei Prozent steigern. 2013 hatte Ravensburg seinen Umsatz in stagnierenden Märkten um 8,7 Prozent auf 358,6 Millionen Euro erhöhen können (vorläufige Zahlen). Allerdings ging gut die Hälfte des Zuwachses auf eine neue Mehrheitsbeteiligung in den USA zurück. Ohne die Akquisition hätte das Umsatzplus 3,9 Prozent betragen, wie die Geschäftsführer berichteten. Zum Ertrag machten sie keine Angaben.

Auch der Modelleisenbahnhersteller Märklin bestätigte nur, dass die Zahlen unter dem Strich schwarz seien. Der Umsatz liege mit 105 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, sagte Geschäftsführer Florian Sieber. Märklin war zunächst durch ein Insolvenzverfahren gegangen, bevor Sieber das Traditionsunternehmen gemeinsam mit seinem Vater vor knapp einem Jahr übernahm. In den nächsten Monaten will Märklin einen weiteren Teil der Produktion von China zurück an den Göppinger Stammsitz holen.

Schmidt Spiele rechnet nach einem überproportionalen Wachstum im vergangenen Jahr für 2014 nur noch mit einem moderaten Plus. 2013 war der Umsatz nach Firmenangaben um sechs Prozent auf 48,4 Millionen Euro gestiegen; Gesellschaftsspiele wie der prämierte „Verzauberte Turm“ sowie die Plüschfiguren „Sorgenfresser“ trieben die Erlöse nach oben. Dieses Jahr wollen die Berliner den Fokus vor allem auf den Klassiker „Mensch ärgere Dich nicht“ legen - das Brettspiel ist vor 100 Jahren in Serie gegangen.

Ambitionierte Ziele hat Lego: Der dänische Konzern rechnet in diesem Jahr zwar mit einem herausfordernden Marktumfeld im deutschsprachigen Europa, will aber dennoch stärker wachsen als die Konkurrenz. Der für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständige Geschäftsführer Michael Kehlet rechnet mit einem Umsatzplus von drei bis fünf Prozent. 2013 verzeichnete Lego in der Region einen Zuwachs um 4,1 Prozent und steigerte seinen Marktanteil auf rund 17 Prozent. 2016 sollen es dann 20 Prozent sein.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 11:01 Uhr

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