Sklavenarbeit auf asiatischen Kuttern: Aldi Nord bestürzt

shz.de von
13. Juni 2014, 17:18 Uhr

In Thailand sollen Männer jahrelang wie Sklaven unentgeltlich auf Fischkuttern geschuftet haben. Produkte landeten in der Lieferkette von Aldi Nord. Die britische Zeitung Guardian berichtete, dass diese Fischkutter in die Produktion von Garnelen eingebunden seien. In den Recherchen konnte die Lieferkette angefangen bei den Sklaven-Booten bis zum weltweit größten Garnelen-Produzenten Charoen Pokphand Foods (CP Foods) zurückverfolgt werden. CP Foods beliefert Lebensmittelhändler wie Tesco oder Walmart in Großbritannien mit Garnelen, die mit Fischmehl gefüttert werden, das von Fischen der Kutter stammt. Jetzt bestätigte auch Aldi Nord der Süddeutschen Zeitung, dass es Garnelen von dem Unternehmen beziehe. „Mit Bestürzung“ habe man von den Produktionsbedingungen erfahren, hieß es in der Stellungnahme von Aldi. „Menschenverachtende Produktionsbedingungen, wie die im Guardian geschilderten, sind verwerflich und werden von der Unternehmensgruppe Aldi Nord auf das Schärfste verurteilt.“ Es handele sich dabei um die Fertiggerichte „Garnelen in Weißweinsauce“ und „Garnelen in Kräuter-Knoblauchöl“. „Sollten sich die erhobenen Vorwürfe bestätigen, werden wir umgehend Sanktionen einleiten“, so Aldi Nord. Mit dem direkten Lieferanten sei vertraglich vereinbart, dass er für die Herstellung der Garnelen nur zertifizierte Produkte verwenden darf.

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