Waffenhersteller aus Eckernförde : Sig Sauer beliefert künftig die US-Armee

Die US-Streitkräfte sollen künftig mit Sig-Sauer-Waffen ausgestattet werden – ein millionenschwerer Deal.

till_maj_0539 von
22. Januar 2017, 16:21 Uhr

Die US-Armee setzt künftig mit einem millionenschweren Deal auf Pistolen aus dem Hause Sig Sauer. Einen entsprechenden Auftrag hat der US-Standort der Eckernförder Waffenschmiede – Sig Sauer Inc. – nun von den amerikanischen Streitkräften erhalten. Gegenwert der Order: 580 Millionen US-Dollar. Der Auftrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums soll mit den Sig-Sauer-Waffen, die auf dem P320-Modell basieren soll, die bislang bei der US-Armee als Standard genutzt M9 der italienischen Firma Baretta ersetzt werden. Sig Sauer hat damit eine Reihe anderer namhafter Hersteller im Rennen um den Großauftrag ausgestochen. Zu den Konkurrenten zählte unter anderem Glock und die US-Tochter des belgischen Herstellers Fabrique Nationale (FN).

Unklar ist derzeit, inwieweit der Standort in Eckernförde von dem Auftrag auch direkt profitieren kann. Der Vertrag mit der US-Armee hält den Produktionsort explizit offen. Zuletzt hatte Geschäftsführer Franz von Stauffenberg für den Standort in Eckernförde vor allem auf Großaufträge von Seiten der Bundeswehr für neue Sturmgewehre gesetzt. Auch für den Ersatz des Famas der französischen Streitkräfte hatte sich Sig Sauer bemüht. Hier hatte allerdings Konkurrent Heckler & Koch den Zuschlag erhalten.

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