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Wirtschaft

22. Oktober 2017 | 05:03 Uhr

Senioren-Arbeit nimmt zu

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen hat einen Job / Grund: Staatliche Einschränkungen für den Vorruhestand

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 14:19 Uhr

Immer mehr ältere Menschen in Deutschland stehen in Lohn und Brot. 2012 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,35 Millionen Erwerbstätige 60 bis 64 Jahre alt, zehn Jahre zuvor waren es gerade einmal 1,39 Millionen. Der DGB-Arbeitsmarktexperte Johannes Jakob sieht zwei wesentliche Gründe dafür: „Der Gesetzgeber hat den Eintritt in die Rente erschwert und die Unternehmen halten zunehmend ihre älteren Fachkräfte“.

Zugleich sank auch die Erwerbslosenquote der Älteren. Sie verringerte sich innerhalb von zehn Jahren von 9,5 Prozent auf 6,4 Prozent.

Vor allem ältere Frauen sind inzwischen am Arbeitsmarkt aktiv. Rund 40,9 Prozent der 60- bis 64-Jährigen hatten 2012 einen Job oder suchten eine Arbeit. Zehn Jahre zuvor waren es gerade einmal 16,4 Prozent, wie die Statistiker auf Grundlage von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilten. Insgesamt hatte 2012 knapp die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen einen Job. Binnen zehn Jahren hat sich der Anteil den Angaben zufolge damit fast verdoppelt. Auch bei den Jüngeren stieg die Erwerbsbeteiligung – allerdings weniger stark. Die Erwerbsbeteiligung umfasst Erwerbstätige und Arbeitslose, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Die Bundesbürger gehen zudem später in Rente. Im Jahr 2011 verabschiedeten sich Beschäftigte im Mittel mit 61,1 Jahren in den Ruhestand. Zehn Jahre zuvor betrug das Durchschnittsalter noch 59,3 Jahre. Etwa ein Viertel der Ruheständler stieg 2011 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Job aus. Rund 21 Prozent schieden vorzeitig durch Vorruhestand beziehungsweise nach vorangegangener Arbeitslosigkeit aus. Mehr als die Hälfte ging aus Altersgründen in den Ruhestand.

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