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Selbstversorgung ausgeschlossen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Rahmen der Energiewende wird oft auf die Möglichkeit verwiesen, Deutschland unabhängiger von den großen Öl- und Gaslagerstätten im Ausland zu machen – und gerade die Ukraine-Russland-Krise hat den Ruf nach Energieautarkie lauter werden lassen. Möglich ist diese jedoch kaum, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zeigt. So ist Deutschland demnach in den vergangenen Jahren immer stärker von Energieimporten abhängig geworden – ein Problem sieht das IW darin jedoch nicht. Im Gegenteil. So werben sie auch für eine stärkere Internationalisierung des Energiesektors. Die Forscher begründen ihr Urteil vor allem damit, dass die „deutsche Wirtschaft stärker als andere auf offene Märkte angewiesen“ sei. Das Ziel der Energieautarkie werten sie als Protektionismus. Deutschland habe von seiner internationalen Verflechtungen profitiert, so die Experten in der Auftragsarbeit für Energie- und Mineralölverbände. Mit Blick auf die Energiewende plädiert das IW so für eine stärkere Internationalisierung der Energiewende: Mehr Stromimporte, das Berücksichtigen „europäischer Spezialisierungsvorteile“ beim Ausbau und mehr Wettbewerb auf europäischer Ebene. Der Versuch einer rein nationalen Energiewende treibt demnach hingegen die Kosten in die Höhe.

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erstellt am 22.Sep.2014 | 14:28 Uhr

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