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Sehr viele Deutsche unter den Opfern des Megabetrügers Madoff

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Wall-Street-Betrüger Bernard Madoff hat auch viele Deutsche um ihr Geld gebracht. Das legt eine Liste nahe, die der Opferfonds des US-Justizministeriums jetzt veröffentlichte. Danach haben lediglich US-Amerikaner mehr Schadensfälle geltend gemacht. Es folgen Deutsche, Italiener, Franzosen und Schweizer. Insgesamt gingen 51 700 Anträge auf Entschädigungen ein. „Es scheint, als ob mindestens doppelt so viele Investoren wie zuvor gedacht in dem Madoff-Betrug Geld verloren haben“, erklärte Richard Breeden, der den „Madoff Victim Fund“ verwaltet. Der Fall habe „wahrhaft globale Ausmaße“. Es seien Anträge auf Entschädigungen aus 119 Ländern eingegangen. „Nur wenige Plätze auf dieser Erde wie die Wüste Gobi und die Polkappen scheinen von diesem Betrug verschont geblieben zu sein.“

Madoff hatte Anleger über Jahrzehnte mit Traumrenditen gelockt, die er aber mit dem frischen Geld anderer Investoren zahlte. 2008 brach das Schneeballsystem zusammen und Madoff wurde zu 150 Jahren Haft verurteilt. Treuhänder Irving Picard, der Madoffs Firma abwickelt, geht von einem Schaden von 20 Milliarden Dollar (knapp 15 Milliarden Euro) aus. Bei Fondsverwalter Breeden gingen indes Anträge über die doppelte Summe ein: mehr als 40 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro). Die Forderungen müssten zwar noch auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft werden, sagte Breeden. Doch gehe er schon jetzt von „wesentlich höheren Verlusten aus als bislang dokumentiert“.

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erstellt am 14.Mai.2014 | 15:53 Uhr

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