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Schwarzer Tag für Middelhoff

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2014 | 17:25 Uhr

Es war kein guter Tag für Thomas Middelhoff (Foto): Nach der Verurteilung zu drei Jahren Haft durch das Essener Landgericht – unter anderem wegen Untreue – ist der frühere Arcandor-Chef gestern noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Begründung: Fluchtgefahr, so der Vorsitzende Richter Jörg Schmitt. Ausschlaggebend dafür seien die Höhe der Freiheitsstrafe, der Wohnsitz im Ausland und die unklare berufliche Situation des 61-Jährigen. Am Nachmittag suchte Schmitt mit Middelhoff und dessen Verteidigern eine „mildere Maßnahme“, doch der Haftbefehl hatte Bestand. Middelhoff wurde in ein Gefängnis gebracht. Kommende Woche soll es einen neuen Haftprüfungstermin geben.

Am Morgen hatte das Gericht den Ex-Chef des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor nach sechsmonatiger Verhandlung der Untreue in 27 Fällen und der Steuerhinterziehung in drei Fällen schuldig gesprochen. Den von Middelhoff verursachten Schaden bezifferte das Gericht auf gut 500 000 Euro. Würde das Urteil rechtskräftig, müsste der Ex-Manager ins Gefängnis. Doch können Middelhoffs Verteidiger noch Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.

Mit dem Urteil blieb das Gericht nur leicht unter der Forderung der Anklage. Sie hatte für den Manager eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten gefordert. Middelhoffs Verteidiger hatten dagegen auf Freispruch plädiert. Der Manager hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen.

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