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Wirtschaft

19. Oktober 2017 | 04:41 Uhr

Schreiben – oder drucken?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2014 | 11:52 Uhr

Spaß und Provokation müssen sein, und dann merkt man, dass alles ernst gemeint ist. Eine ganze Seite in einer Frankfurter Zeitung, hinter der angeblich kluge Köpfe stecken. Dort steht: „Die Welt von morgen wird kaum noch Menschen brauchen, die lesen und schreiben können.“ Der Autor behauptet allen Ernstes, die Technik in Form von SMS, E-Mail, Smartphone und anderen elektronischen Kommunikationsmitteln sei so weit fortgeschritten, dass sich die Menschen in Zukunft allein durch Sprechen und Hören verständigen. Und zusätzlich folgt die bitterböse Behauptung, der Kapitalismus habe ohnehin kein Interesse an gebildeten, sprich lesenden und schreibenden Menschen. Nun kann man selbst mit größter Mühe keine Zeitungsseite füllen, ohne dass nicht etwas Wahrheit in die Zeilen gerät. Auf der Party fragt man besser nicht, welches Buch der sich weltläufig gebende Gesprächspartner gerade lese. Und auch, wenn das Ende der Schriftkultur nicht droht, gewisse Zerfallserscheinungen sind unübersehbar. Dazu gehört auch die wieder entflammte Debatte darüber, ob Erstklässler noch schreiben oder nur noch drucken sollten.

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