Schon wieder: Post erhöht die Preise

dpa_1886de005562c49e

Zweite Briefportoerhöhung binnen Jahresfrist / Anhebung um 3 auf 58 Cent brachte 100 Millionen Euro

shz.de von
16. November 2013, 00:31 Uhr

Für die Beförderung von Briefen und Paketen müssen die Bundesbürger im kommenden Jahr wohl erneut tiefer in die Tasche greifen. Bei der Bundesnetzagentur sei eine Anhebung der Preise für Standardbriefe ab 2014 um zwei Cent auf 60 Cent beantragt worden, kündigte die Deutsche Post an. Das Unternehmen nutze damit die vorgegebenen Möglichkeiten, die Preise an die „gestiegenen Kosten in einem schwierigen Marktumfeld anzupassen“, hieß es zur Begründung. Unverändert bleiben dagegen die Preise für andere nationale Briefformate wie Kompaktbrief und Postkarte.

Der Bonner Dax-Konzern hatte erst zum Jahresanfang das Briefporto um drei Cent auf 58 Cent erhöht. Das war die erste Preisanpassung nach 15 Jahren. Diese Maßnahme brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro Mehreinnahmen. Die Bundesnetzagentur hat nun zwei Wochen Zeit, über den Antrag zu entscheiden, hieß es. „Wir gehen davon aus, dass die Behörde die Preiserhöhung genehmigen wird“, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage.

Erhöhen will der gelbe Riese im kommenden Jahr auch die Preise für Pakete und Päckchen innerhalb Deutschlands. Für den Versand sei ein Zuschlag von neun Cent geplant. Ausgenommen seien die Preise für Päckchen, die über Filialen der Deutschen Post eingeliefert würden. Hier würde der Preis weiter 4,10 Euro betragen. Verändern sollen sich auch einige Preise für internationale Pakete. Für Sendungen in entferntere Regionen würden die Preise im Durchschnitt zwischen ein und zwei Euro ansteigen. Im Paketbereich unterliegt der Konzern keiner Preiskontrolle durch die Bundesnetzagentur.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen