Schleppender Verkehrsausbau lähmt Wirtschaft

shz.de von
20. Februar 2014, 14:30 Uhr

Stockende Großprojekte wie Elbvertiefung und der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) werden für die Wirtschaft im Norden zusehends zur existenziellen Bedrohung. Das ist das Ergebnis einer Marktexpertise der HSH Nordbank. „Die von uns befragten Unternehmen und Interessenvertretungen drohen damit, dass Firmen abwandern und die Region an Wirtschaftskraft verliert, wenn eine zeitnahe Realisierung notwendiger Infrastrukturprojekte ausbleibt“, sagte Patrick Miljes, Bereichsleiter Energy & Infrastructure bei der HSH. „Die Zeit drängt wirklich“, so Miljes gestern bei der Vorstellung der Ergebnisse. Befragt wurden Nutzer und Betreiber ebenso wie Führungskräfte der Top-50-Unternehmen, Interessenvertretungen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Handelskammern in der Metropolregion.

Auf dem Wunschzettel steht der Ausbau des NOK ganz oben, den 81 Prozent der Kunden und 92 Prozent der Interessenverbände fordern. Verzögere sich das Projekt weiter, würden die Ostseehäfen ihren wichtigsten Zubringer verlieren und Hamburg an Bedeutung im Welthandel einbüßen, so die Befürchtung. Weitere Projekte sind u.a. der Ausbau und die Modernisierung der Hamburger Hafenbahn, der Ausbau der A 7 nördlich von Hamburg auf drei Spuren, die Elbquerung im Verlauf der A 20 und die feste Fehmarnbeltquerung zwischen Deutschland und Dänemark.

zur Startseite

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert