Saubere Sache: Eine Linie nur für Öko-Busse

Der neue Öko-Bus:  Er schafft im rein elektrischen Betrieb bis zu zehn Kilometer Fahrtstrecke und muss erst dann auf Diesel umschalten.
Der neue Öko-Bus: Er schafft im rein elektrischen Betrieb bis zu zehn Kilometer Fahrtstrecke und muss erst dann auf Diesel umschalten.

shz.de von
01. Juni 2014, 17:04 Uhr

Hier fährt die Zukunft: Die Hamburger Hochbahn macht ihre Innenstadt-Buslinie 109 zum Laufsteg für moderne Öko-Antriebe. Auf den zehn Kilometern zwischen dem ZOB und Alsterdorf sind Busse mit simplen Dieselmotoren ab Ende des Jahres tabu. Stattdessen rollen dort ausschließlich Elektro-, Wasserstoff- und Hybrid-Fahrzeuge. „Ein internationales Novum“ sei eine solche „Innovationslinie“, heißt es beim städtischen Verkehrsunternehmen stolz. Vorstandschef Günter Elste: „Ab 2020 wollen wir nur noch Busse mit alternativem Antrieb anschaffen.“ Die Öko-Vorgabe kommt vom Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) persönlich.

Mit dem Vorzeigeprojekt wollen Senat und Hochbahn nicht nur etwas für die Umwelt tun, nebenbei hoffen sie auch auf eine Imagepolitur. Das aktuelle Busbeschleunigungsprogramm mit seinen vielen Baustellen sorgt derzeit für reichlich Unmut in der Stadt.

Jüngstes Kind für die Innovationslinie ist der Volvo Electric Hybrid-Bus, von dem die Hochbahn gerade drei Exemplare geordert hat. Sie sind mit einem Fünfliter-Dieselmotor in Euro-6-Ausführung sowie einem Elektromotor ausgerüstet, der seine Energie von einem Lithium-Ionen-Eisenphosphat-Akku erhält.

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