Pilotengewerkschaft : Ryanair will mit Vereinigung Cockpit im Januar verhandeln

Ryanair hatte es bislang grundsätzlich abgelehnt, Gewerkschaften als Vertreter ihrer Beschäftigten anzuerkennen.
Ryanair hatte es bislang grundsätzlich abgelehnt, Gewerkschaften als Vertreter ihrer Beschäftigten anzuerkennen.

Nach koordinierten Streikdrohungen europäischer Pilotengewerkschaften in mehreren Ländern machte Ryanair eine Kehrtwende.

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21. Dezember 2017, 16:09 Uhr

Dublin/Frankfurt | Die irische Fluggesellschaft Ryanair will am 5. Januar mit der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) verhandeln. Das teilte die Billig-Airline am Donnerstag in Dublin mit. Bereits am Mittwoch hatten sich Firmenvertreter in Dublin mit einer Cockpit-Delegation getroffen, ohne dass zunächst Ergebnisse bekannt wurden.

Ryanair wird vom 3. Januar 2018 an auch weiter mit der irischen Gewerkschaft Impact Trade Union verhandeln, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Kurz vor Ablauf einer Frist hat die Fluggesellschaft schriftlich zugesagt, Impact Trade Union als Vertretung der Ryanair-Piloten in Irland anzuerkennen. Ryanair legte nach eigenen Angaben unter anderem Vorschläge zum Gehalt und den Arbeitsbedingungen auf den Tisch.

Ein erstes Treffen am Dienstag hatte keine Fortschritte erbracht. Die Gewerkschaft pochte daraufhin auf die schriftliche Anerkennung bis Donnerstagmittag – was nun geschah. Die Billig-Airline hatte es zuvor grundsätzlich abgelehnt, Gewerkschaften als Vertreter ihrer Beschäftigten anzuerkennen. Nach koordinierten Streikdrohungen europäischer Pilotengewerkschaften in mehreren Ländern machte Ryanair eine Kehrtwende und bot Gespräche an.

Bislang hatte sich die Fluggesellschaft stets nur mit lokalen Piloten-Komitees an europaweit verteilten Stationen gesprochen. Die irische Airline war wiederholt in die Kritik geraten. Unter anderem soll es dort laut VC keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber umstrittene Dienstplanregeln und viele in Scheinselbstständigkeit arbeitende Kollegen geben.

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