Riese aus China                im Hamburger Hafen  

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shz.de von
13. Januar 2015, 13:12 Uhr

Mit der Hilfe von vier Schleppern und unter den Blicken vieler Schaulustiger hat das größte Schiff der Welt gestern Morgen in Hamburg festgemacht. Mit dem Heck voran schoben die Hafenlotsen die fast 400 Meter lange „CSCL Globe“ sanft an die Kaikante von Eurogate. Der stellvertretende Hafenkapitän Andreas Brummermann lächelte erleichtert: „Wir sind sehr beruhigt und sehr froh, dass alles so geklappt hat wie geplant.“ Der Job der Nautiker im Januar-Nieselregen war kein alltäglicher. Rund ein halbes Jahr hatten sie sich per Simulation am Rechner auf die Ankunft vorbereitet. Für den Erstanlauf benötigte der Gigant bei fünf bis sechs Windstärken gestern eine Ausnahmegenehmigung.

Die Reaktionen bei den fröstelnden Zuschauern – unterschiedlich. „Irre, Wahnsinn“, so die meisten beim Anblick des stählernen Gebirges. Andere stellten trocken fest: „Sieht aus wie die anderen dicken Pötte.“ Tatsächlich hatte das neue Flaggschiff von CSCL nur rund die Hälfte der möglichen 19  100 Standardcontainer (TEU) an Bord. Vollbeladen würde es mit einem Tiefgang von 16 Metern nicht durch die Elbfahrrinne passen.

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