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Ukraine-Krise : Rekordhoch: Dax schließt so hoch wie nie zuvor

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Der erfolgreiche Ukraine-Krisengipfel macht sich auch an der Börse positiv bemerkbar – mit Rekordwerten.

Frankfurt/Main | Dank Fortschritten in der Ukraine-Krise hat der Dax am Donnerstag einen Rekord-Schlusskurs erreicht. Der deutsche Leitindex zog am Ende um 1,56 Prozent auf 10 919,65 Punkte an. Im Handelsverlauf war das Börsenbarometer sogar bis auf 10.955 Punkte geklettert. Das Rekordhoch bei 10.984 Punkten liegt damit wieder in Reichweite.

Der MDax der mittelgroßen Konzerne schaffte sogar einen Höchststand bei 19.218 Punkten und stieg zum Handelsschluss noch um 1,84 Prozent auf 19.213,31 Punkte. Der TecDax rückte um 1,49 Prozent auf 1526,66 Punkte vor. 

„Der Dax erhält frischen Rückenwind aus Minsk“, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn vom Wertpapierhändler IG. Beim Ukraine-Krisengipfel in der weißrussischen Hauptstadt war zuvor eine Einigung über eine Waffenruhe für das ukrainische Kriegsgebiet Donbass erzielt worden. Zudem hat der Internationale Währungsfonds ein Milliarden-Hilfspaket für die Ukraine geschnürt.

Auch beim Thema Griechenland hätten die Börsianer ihre Hoffnung nicht aufgegeben, ergänzte Markus Huber vom Londoner Wertpapierhändler Peregrine & Black. Zwar war die Eurogruppe vorerst mit dem Vorhaben gescheitert, sich auf einen gemeinsamen Kurs für die finanzielle Rettung des Landes zu einigen. Mit einem Kompromiss war jedoch laut Huber an der Börse auch noch nicht gerechnet worden.

Indes zählten gerade Aktien von Unternehmen mit Geschäften in Russland wegen der Fortschritte in der Ukraine-Krise zu den großen Gewinnern: Adidas-Aktien etwa gewannen 2,87 Prozent auf 65,33 Euro.

Die Aktien von Metro stiegen im MDax um mehr als fünf Prozent. Der schwache Rubel hatte das operative Ergebnis des Handelskonzerns zuletzt deutlich belastet und Sorgen bei den Anlegern ausgelöst. Die Anteile am stark in Russland engagierten Generikahersteller Stada zogen ähnlich deutlich an. An der Indexspitze profitierten die Papiere des Dienstleistungskonzerns Bilfinger mit einem Aufschlag von knapp zehn Prozent von einer überraschend hohen Dividende.

Die Commerzbank konnte dagegen ihre anfänglichen Kursgewinne nach der Zahlenvorlage nicht halten. Dabei war die Bank im Jahr 2014 auf ihrem Weg in profitablere Zeiten gut vorangekommen. Dennoch müssen die Aktionäre vorerst weiter auf eine Dividende verzichten. Ein Börsianer sprach von einem „gemischten Zahlenbild“. Die Titel fielen als einer der schwächsten Dax-Werte um 0,31 Prozent.

Der Online-Modehändler Zalando schließlich hatte operativ den ersten Jahresgewinn in seiner noch jungen Geschichte eingefahren. Daraufhin sprangen die Papiere an der SDax-Spitze um mehr als neun Prozent an.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zog um 1,29 Prozent auf 3417,61 Punkte an. In Paris schloss der CAC 40 etwas weniger deutlich im Plus und der FTSE-100-Index in London legte moderat zu. In den USA stieg der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,33 Prozent.

Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere verharrte bei 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 140,13 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,28 Prozent auf 159,23 Punkte hoch. Der Eurokurs legte zu und notierte zuletzt bei 1,1416 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf zuvor 1,1328 (Vortag: 1,1314) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8828 (0,8839) Euro.

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erstellt am 12.Feb.2015 | 18:25 Uhr

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