Plus von 7,1 Prozent : Rekord: Weltweit mehr als 4 Milliarden Flugreisende

Passagiere auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld: Weltweit beförderten die Airlines im vergangenen Jahr 4,1 Milliarden Menschen. Hannibal Hanschke
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Passagiere auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld: Weltweit beförderten die Airlines im vergangenen Jahr 4,1 Milliarden Menschen. Hannibal Hanschke

Mehr Passagiere und mehr Fracht: Die Erholung der Weltwirtschaft beflügelt das Geschäft der Fluggesellschaften. Das ist aber nicht der einzige Grund für das kräftige Plus.

shz.de von
18. Januar 2018, 13:17 Uhr

So viele Menschen wie nie zuvor sind im vergangenen Jahr geflogen. Weltweit beförderten die Airlines 4,1 Milliarden Passagiere, wie die UN-Luftfahrtorganisation ICAO mitteilte. Das war ein Rekordwert und ein Plus von 7,1 Prozent.

Gestützt wurde die Entwicklung den Angaben zufolge von der kräftigen Erholung der Weltkonjunktur. Auch das überdurchschnittliche Wachstum der Billigfluggesellschaften habe dazu beigetragen.

Mit Low-Cost-Carriern flogen im vergangenen Jahr geschätzt 1,2 Milliarden Passagiere. Die Billigfluggesellschaften stünden damit für rund 30 Prozent des gesamten Fluggastaufkommens.

Allein Lufthansa hatte im vergangenen Jahr einen Anstieg der Passagierzahlen um 18,6 Prozent auf 130 Millionen Fluggäste konzernweit verzeichnet. Lufthansa sowie ihre Töchter wie Eurowings, Swiss und Austrian Airlines profitierten dabei auch von der hohen Ticket-Nachfrage nach dem Aus für den Konkurrenten Air Berlin im Sommer.

Die Erholung der Weltkonjunktur kurbelte auch die Nachfrage nach Luftfracht an. Die Verkehrsleistung gemessen in Tonnenkilometern wuchs kräftig um 9,5 Prozent. Im Jahr zuvor hatte das Plus bei 3,8 Prozent gelegen.

Die starke Nachfrage dürfte der Branche nach Einschätzung der ICAO im vergangenen Jahr trotz des gestiegenen Kerosinpreises operativ ein Rekordergebnis beschert haben. Zwar sei der Treibstoff gegenüber 2016 um etwa 25 Prozent teurer geworden. Allerdings sei Kerosin immer noch deutlich billiger als in der Vergangenheit.

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