Kieler Werft TKMS : Reinhard Meyer hofft auf U-Boot-Auftrag aus Norwegen

U-Boot-Fertigung auf Kieler Werft: In der Landeshauptstadt hat man seit Jahrzehnten Erfahrung mit dem Bau von Schiffen für Streitkräfte weltweit.
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U-Boot-Fertigung auf Kieler Werft: In der Landeshauptstadt hat man seit Jahrzehnten Erfahrung mit dem Bau von Schiffen für Streitkräfte weltweit.

Es geht um bis zu sechs U-Boote. Mitbewerber ist die französische Werft DCNS - die den Kielern zuletzt einen Milliardenauftrag wegschnappte.

shz.de von
01. Juni 2016, 11:42 Uhr

Oslo/Kiel | Nach dem geplatzen U-Boot-Deal mit Australien hofft Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) auf einen anderen Auftrag für die Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) - dieses Mal aus Norwegen. „Mein Gefühl ist, dass die Norweger den Auftrag gerne nach Deutschland vergeben wollen“, sagte Meyer am Mittwoch in Oslo.

Die Kieler Thyssen-Krupp-Werft gehört zu den größten Arbeitgebern in Schleswig-Holstein und gilt als einer der weltweit führenden U-Boot-Hersteller.

Am Dienstag hatte er dort mit dem Staatssekretär des Verteidigungsministeriums und Vertretern eines Wehrtechnikunternehmens gesprochen.„Entscheidender Punkt für die Norweger ist, dass ein Anteil der Wertschöpfung in Norwegen erfolgen soll“, sagte Meyer. Die Skandinavier wollten „zeitnah“ Gespräche in Berlin zu diesem Thema führen. Norwegen setze bereits seit den 1960er Jahren auf U-Boote aus Deutschland.

TKMS hat sich um den norwegischen U-Boot-Auftrag über vier bis sechs U-Boote beworben. Mitbewerber ist die französische Staatswerft DCNS, die vor wenigen Wochen den Zuschlag für den Bau von zwölf U-Booten für Australien erhalten hatte. Laut Meyer geht es beim norwegischen Auftrag um Boote einer Größenordnung, mit der die Kieler Werft Erfahrung habe.

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