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Rätselhafter Defekt – größter deutscher Meereswindpark steht still

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der größte deutsche Meereswindpark kommt nach einer Pannenserie nicht in Schwung. Im Windpark „Bard Offshore 1“ – 100 Kilometer vor der Nordseeküste – stehen die 80 Windräder seit Monaten still und liefern keinen Strom ans Festland. Im März hatte ein Schwelbrand eine zentrale Anlage des Windparks beschädigt. Danach plagten Probleme mit Überspannungen das Kabelnetz und führten schließlich zur Abschaltung. Die Fehlersuche sollte im August abgeschlossen sein, doch noch immer liegt keine genaue Analyse vor. Der Netzbetreiber Tennet rechnet erst zum Monatsende mit dem Abschluss der Reparaturen. Was genau die Ursache der Abschaltungen war, lassen Tennet und der Betreiber Ocean Breeze sowie der Elektronikkonzern ABB seit Wochen von einer Task Force prüfen. Sicher ist bislang nur, dass sogenannte Oberschwingungen zu Schwankungen im Netz geführt haben. Nach Betreiberangaben wurde dadurch ein Filter an der Umspannstation Borwin 1 von Tennet überlastet. Umspann- oder Konverterstationen sind die Herzstücke eines Offshore-Windparks. Auf diesen Bohrinseln ähnlichen Plattformen wird die von den Windrädern erzeugte Wechselspannung in Gleichstrom umgewandelt und durch Seekabel zum Festland geleitet.

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erstellt am 03.Sep.2014 | 12:58 Uhr

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