Nivea-Hersteller : Quartalszahlen: Beiersdorf beschleunigt Wachstum

Die Beiersdorf-Zentrale liegt in Eimsbüttel - unweit des G20-Tagungsortes.
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Die Beiersdorf-Zentrale in Hamburg-Eimsbüttel.

Der Konzernumsatz stieg um 7,7 Prozent. Die Sparte Consumer mit Marken wie Nivea erhöhte ihre Erlöse um 6,3 Prozent.

shz.de von
27. April 2017, 10:18 Uhr

Hamburg | Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf kann auf florierende Geschäfte seiner Klebstoff-Tochter Tesa bauen. Neue Kunden und Projekte in Asien, aber auch eine gute Nachfrage aus der Autoindustrie kurbelten das Wachstum zum Jahresauftakt an. „Tesa geht es derzeit sehr gut“, resümierte Vorstandschef Stefan Heidenreich am Donnerstag. Für das Gesamtjahr zeigte sich der Konzern für die Tochter daher zuversichtlicher.

Vier bis fünf Prozent organisches Wachstum traut Heidenreich Tesa im Gesamtjahr zu. Bislang lag die Messlatte für diese Kenngröße, bei der Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet werden, um je einen Prozentpunkt niedriger. Auch die Rentabilität wird sich verbessern. Die im Dax notierte Aktie lag bis zum Mittag leicht im Plus und kostete zuletzt 91,47 Euro.

Am Abschneiden des Konzerns insgesamt wird die bessere Entwicklung bei Tesa indes nichts ändern, denn der Anteil der Tochter am Gesamtumsatz ist vergleichsweise klein. Das meiste Geld bringen Pflegeprodukte ein. Hier ist die Marktentwicklung allerdings rückläufig und der Wettbewerbsdruck hoch. „Was wir beeinflussen können, trägt Früchte“, sagte Heidenreich. Impulse von außen gebe es kaum.

Nachholbedarf sieht Heidenreich vor allem bei Marken wie Hansaplast, Eucerin und La Prairie. Diese sollen durch Innovationen ähnlich erfolgreich werden wie die Stammmarke Nivea. Weiter ausbauen will Beiersdorf auch das Geschäft mit der Männerpflege. Angesagt seien derzeit insbesondere Produkte zur Ganzkörperrasur, so Heidenreich. Weiter investieren will der Konzern zudem in Schwellenländern wie etwa Indien.

In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Konzernumsatz um 7,7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Dabei konnte Beiersdorf von günstigen Währungseffekten profitieren. Aus eigener Kraft wuchsen die Hamburger um 4,8 Prozent. Mit Pflegeprodukten setzte Beiersdorf 1,5 Milliarden Euro um, und damit gute sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Tesa wuchs um über 14 Prozent auf 317 Millionen Euro. Ergebniszahlen veröffentlicht Beiersdorf erst zum Halbjahr.

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