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Prokon schon Mitte 2015 saniert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2014 | 13:41 Uhr

Die angeschlagene Windenergiefirma Prokon in Itzehoe ist auf einem guten Weg. Vier Monate, nachdem das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, zog Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin gestern eine positive Zwischenbilanz: „Prokon ist stabil.“

Das sei das Ergebnis des Sanierungsprozesses, der von den Gläubigern „überragend unterstützt“ wird – wenngleich sie Verluste von rund 500 Millionen Euro einstecken mussten. Ziel sei eine Fortführung mit Augenmaß, dafür gebe es eine solide Basis. „Die Konzentration auf den Kernbereich Windgeschäft nimmt greifbare Formen an“, so Penzlin. Das Kerngeschäft soll künftig auf drei Säulen ruhen: Neben der Fortführung der Bestandswindparks in Deutschland und Polen mit mehr als 300 Anlagen, ist die Windparkentwicklung der zweite Baustein. Dabei sollen Projekte künftig nicht mehr nur für den Eigenbedarf, sondern verstärkt auch für andere Unternehmen entwickelt werden. Kleinstes Feld ist die Endkunden-Stromversorgung. Bisher werden 43 000 Haushalte über Prokon versorgt.

Wenn alles nach Plan laufe, könne Prokon Mitte 2015 aus der Insolvenz entlassen werden, sagte Penzlin. Die finanzielle Basis sei stabil, dennoch werde man künftig weitere Finanzierungsquellen erschließen müssen. Von den einst 450 Arbeitsplätzen seien rund 300 weitestgehend gesichert, auch langfristig – mehr als 200 davon in Itzehoe.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) bekräftigte, dass das Land mit Knowhow und auch finanziellen Mitteln an der Seite der Region Itzehoe stehe. Itzehoe soll als der Technologiestandort der Westküste ausgebaut werden – im Fokus stehen dabei besonders erneuerbare Energien.

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