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Pannenflughafen Berlin: Ex-Chef will 1,6 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 16:59 Uhr

Berlins Ex-Flughafenchef Rainer Schwarz (Foto) will außerhalb des Gerichtssaals mit der Flughafengesellschaft über seine Gehaltsforderungen verhandeln. Zuvor müsse im Aufsichtsrat aber geprüft werden, ob ein Vergleich überhaupt möglich sei, sagte ein Vertreter des Flughafens gestern im Berliner Landgericht. Der 56-jährige Manager war im Januar 2013 beurlaubt und dann Mitte des Jahres fristlos gekündigt worden. Ihm war eine Mitschuld an der immer wieder verschobenen Eröffnung des Hauptstadtflughafens angelastet worden. Schwarz will entgangenes Gehalt sowie Zahlungen für die Altersvorsorge erstreiten. Deshalb hatte er vor Gericht geklagt. Laut Richter Björn Retzlaff könnte es um maximal 1,6 Millionen Euro gehen. Beide Parteien haben nun bis zum 8. Mai Zeit für Verhandlungen. Schwarz soll den Aufsichtsrat zu spät darüber informiert haben, dass der Flughafen nicht wie geplant am 3. Juni 2012 in Betrieb gehen konnte. Sein Dienstvertrag sollte eigentlich bis Mai 2016 laufen.

Die Flughafengesellschaft hat Schwarz unterdessen noch ein zweites Mal gekündigt. Das sagte Retzlaff ohne weitere Details zu nennen. Nach Informationen von „Bild“ und „B.Z.“ soll Schwarz gegen Betriebsgeheimnisse verstoßen haben, weil er sich mit vertraulichen Flughafenunterlagen verteidigte, die er nach seiner ersten Entlassung nicht mehr hätte besitzen dürfen.

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