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Otto online: Gründergeist 2.0

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele starke PR-Worte haben die Macher des neuen Otto-Internet-Konzepts gestern bemüht. Mit einem zumindest haben sie Recht: Der Handel steckt mitten in einer Revolution. Einkaufen im Ladengeschäft um die Ecke war gestern, Shoppen per Klick im Internet ist heute. Und morgen? Der Versandhändler aus Bramfeld hat seine Antwort gegeben: Vor allem junge Leute wollen künftig wie selbstverständlich online konsumieren: unkompliziert, hochflexibel, cross-medial. Und das immer häufiger auch mobil, irgendwo im Café oder auf Reisen, das Smartphone macht's möglich. Ausgerechnet das Hamburger Familienunternehmen schickt sich nun an, in einem sich radikal ändernden Umfeld zum Pionier der Generation 2.0 zu werden. Das geschieht zwar ganz im Geiste des umtriebigen Gründers Werner Otto, der im Nachkriegs-Deutschland Versandhandel zur Massenerscheinung machte. Doch dieses Herkommen ist Segen und Fluch zugleich für den Clan. Dessen Imperium hat seine Wurzeln im bedächtigen Katalog-Geschäft, Konkurrenten vom Schlage Amazons dagegen sind Kinder der Internetwelt. Allemal ist Ottos neuartige Shop-Idee mit offenen Portalen ein spannender Versuch, sich im virtuellen Kaufhaus zu behaupten. Ob er gelingt, muss sich zeigen. Werner Otto jedenfalls hätte der Mut zum Risiko gefallen.

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erstellt am 05.Mai.2014 | 15:36 Uhr

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