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Offene Sonntage: Norden hinkt hinterher

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2014 | 14:21 Uhr

Deutschlands Einzelhandel setzt immer stärker auf die Kraft der verkaufsoffenen Sonntage. Das zeigte eine aktuelle Auflistung. Lag die Zahl der verkaufsoffenen Sonntag in Deutschlands Kommunen vor wenigen Jahren noch bei rund 4000, sind es inzwischen fast 10 000 – und der Großteil davon im Vorfeld des Weihnachtsfestes. Grundsätzlich sieht die bundeseinheitliche Regelung zu den verkaufsoffenen Sonntagen vier Termine vor, die die Kommunen bestimmen können. Allein für das vierte Quartal 2014 sind so derzeit bundesweit 3344 Termine bekannt, drei Mal so viele wie im ersten Quartal des Jahres und auch jeweils deutlich mehr als im zweiten oder dritten Quartal. Das geht aus einer Aufstellung des Online-Portals Offene-Sonntag.de hervor.

Mit 294 Terminen wird in Schleswig-Holstein in diesem Jahr demnach in absoluten Zahlen so wenig an den Wochenenden geshoppt wie in kaum einem anderen westdeutschen Flächenland. Nur das Saarland steht noch schlechter da. Relativ betrachtet – pro tausend Einwohner – landet der Norden mit nur 0,105 Terminen unter den westdeutschen Flächenländern sogar auf dem letzten Platz.

Monika Dürrer vom Einzelhandelsverband Nord (EHV) in Kiel gibt aber zu bedenken, dass Händler und Kunden in Schleswig-Holstein neben den verkaufsoffenen Sonntagen auch noch von der speziellen Bäderregelung im nördlichsten Bundesland profitieren. Eine Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten hält sie dann auch nicht für nötig.

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