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Nach Opec-Konferenz : Ölpreise brechen drastisch ein

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Die Opec-Staaten können sich nicht auf gemeinsame Lösung gegen den Preisverfall einigen. Die Nordseesorte Brent kostet fast fünf Prozent weniger als vor drei Tagen.

Die Ölpreise sind am Montag nach den gescheiterten Gesprächen über Produktionskürzungen deutlich gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete im frühen Handel 41,22 Dollar und damit 1,88 Dollar oder 4,36 Prozent weniger als am Freitag. In den ersten Handelsminuten war der Brent-Preis allerdings noch um knapp sieben Prozent gesunken.

Der Preisverfall auf dem Öl-Markt freut Verbraucher - Benzin und Heizöl werden dadurch günstiger. Doch er freut nicht die Förderländer. Sie müssten eigentlich weniger produzieren, um den Preisverfall zu stoppen.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel am Montagmorgen um 1,89 Dollar oder 4,68 Prozent auf 38,47 Dollar - auch hier konnte sich der Preis etwas von den noch deutlicheren Verlusten zum Handelsstart absetzen.

Vertreter der Opec-Staaten trafen sich am Wochenende zu wichtigen Gesprächen in Katar. Im Mittelpunkt stand die Ölpreisentwicklung auf dem Weltmarkt. Um den anhaltenden Preisverfall entgegenzuwirken, müsste die Produktion eigentlich gedrosselt werden. Darauf konnten sich die wichtigsten Ölförderländer aber nicht einigen.

Dax erholt sich schnell

Anleger haben das Scheitern der Opec-Gespräche über Maßnahmen gegen den Ölpreisverfall gefasst aufgenommen. Der Dax war am Montag zunächst um mehr als einen Prozent gefallen und hatte damit die Marke von 10.000 Punkten deutlich gerissen, bevor er sich wieder etwas erholte und die runde Schwelle zurückeroberte. Zuletzt gab es am Morgen ein Minus von 0,43 Prozent auf 10.008,18 Punkte.

In der Vorwoche war das Börsenbarometer noch um fast 4,5 Prozent gestiegen und hatte dabei auch die Marke von 10.000 Punkten zurückerobert. Am Wochenende nun scheiterten die Gespräche der Ölförderländer über Maßnahmen gegen den längerfristigen Verfall der Ölpreise. Das ließ die zwischenzeitlich erholten Preise für das „schwarze Gold“ zu Wochenbeginn wieder deutlich fallen.

Den Devisenexperten der Commerzbank zufolge werden die niedrigen Ölpreise am Markt derzeit als Risiko für die Stabilität der erdölproduzierenden Länder aufgefasst. Insofern würden die Investoren risikobehaftete Anlagen wie Aktien eher meiden.

Der Mittelwerteindex MDax fiel entsprechend am Morgen um 0,49 Prozent auf 20.234,85 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,64 Prozent auf 1639,22 Punkte ein. Abwärts ging es auch im restlichen Europa: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,73 Prozent.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 11:29 Uhr

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