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Offshore-Öl aus der Nordsee : Ölförderung in Dänemark: Shell zieht sich komplett zurück

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Aus der Onlineredaktion

Royal Dutch Shell steigt mit großen Schritten aus der Ölförderung aus.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 16:16 Uhr

Den Haag/Esbjerg | Das Energieministerium in Kopenhagen rechnet für 2047 mit dem Ende der Offshore-Erdölförderung vor der dänischen Westküste. Für Shell ist bereits jetzt der letzten Tropfen dänischen Öls geronnen. Der Mineralöl-Gigant verkauft nach Plattformen im Königreich nun auch seine Beteiligung an der dänischen Nordsee-Förderung.

Royal Dutch Shell hat seine Anteile am Dansk Underground Consortium (DUC) zum Verkauf freigegeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Bankkreise.

Shell besitzt 36,8 Prozent der Aktien von DUC, dem Konsortium, das vom dänischen Staat mit der Förderung von Öl und Gas in den dänischen Nordsee-Gebieten beauftragt ist. Neben Shell halten A. P. Møller-Mærsk 31,2 Prozent und Chrevron 12 Prozent der Anteile. Dem dänischen Staat selbst gehören über den Nordseefonds 20 Prozent.

Wie Reuters berichtet, wurde die Bank of America Merryll Lynch mit dem Verkauf beauftragt. Das Finanzinstitut hat dies bislang nicht bestätigt. Eine Milliarde US-Dollar, rund sieben Milliarden Kronen, will Shell angeblich für seine Anteile haben.

Mit dem Rückzug aus der Ölförderung würde sich Shell komplett aus Dänemark zurückziehen. Bereits im vergangenen Mai hatte das Unternehmen seine Tankstellen an die kanadische Gesellschaft Couche-Tard verkauft, die 2013 bereits die Tankstellen der norwegischen Statoil übernommen hatte. Seit einigen Monaten firmieren diese Tankstellen in Dänemark unter dem Namen Cirkle K. Auch die Automatentankstellen 1-2-3 und Ingo werden von Couche-Tard betrieben.

<p>Gasförderplattform vor Dänemark.</p>

Gasförderplattform vor Dänemark.

Foto: imago/Dieter Mendzigall

Royal Dutch Shell war im Juli 2012 das nach Umsatz weltweit größte Unternehmen überhaupt. Jetzt will sich der Konzern auf das Downstream-Geschäft konzentrieren, das Weiterverarbeitung und Vertrieb beinhaltet, und verkauft weltweit Teile seiner Ölproduktion. Neben dem milliardenschweren Verkauf von mehr als der Hälfte seiner Anlagen in der Nordsee will das niederländisch-britische Unternehmen für 900 Millionen US-Dollar auch seinen Anteil am Ölfeld Bongkot in Thailand veräußern. Auch von seinen Anteilen an der afrikanischen Vivo Energy hatte sich der Konzern im Dezember getrennt.

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