Verdi und dbb : Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn

Verdi-Chef Frank Bsirske.

Verdi-Chef Frank Bsirske.

Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben in der aktuellen Einkommensrunde die Chance auf mehr Gehalt.

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08. Februar 2018, 18:59 Uhr

Berlin/Kiel | Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Mindestens solle es 200 Euro pro Monat mehr geben, teilte der Verdi- Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Berlin mit. „Die heute beschlossenen Forderungen bekommen Rückenwind aus dem Norden - nicht nur am Verhandlungstisch, sondern wenn es sein muss, auch auf der Straße!“, sagte der schleswig-holsteinische dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp.

Die Einkommensrunde betrifft laut dbb im Norden 75.000 Beschäftigte zum Beispiel in der Abfallentsorgung, bei der Bundeswehr, in Kitas, Jobentern, diversen Ämtern, bei Zoll und Bundespolizei, in der Lebensmittelüberwachung, der Straßenreinigung, in Stadtwerken, kommunalen Krankenhäusern und in Sparkassen.

Die Verhandlungen von Verdi und dbb mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und dem scheidenden Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) beginnen am 26. Februar in Potsdam. „Die Einkommensrunde für Bund und Kommunen muss dringend dafür sorgen, dass der öffentliche Dienst seinen Personalbedarf wieder verlässlich decken kann“, sagte Tellkamp. Das gelinge auch in Schleswig-Holstein häufig nicht mehr. Die Einkommens- und Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst hielten mit der Privatwirtschaft zunehmend nicht mehr Schritt, sagte Tellkamp, der bei der dbb mitverhandelt.

Eine Online-Umfrage des dbb Schleswig-Holstein habe gezeigt, welche Erwartungen die Beschäftigten vor allem haben: Mehr als zwei Drittel hätten sich für eine Forderung von mindestens sechs Prozent ausgesprochen und mehr als drei Viertel eine soziale Komponente als sinnvoll eingestuft. Hoch im Kurs stünden auch flexiblere Arbeitszeiten und die Reduzierung befristeter Jobs.

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