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Jahressonderzahlung : Nur wenige Arbeitnehmer bekommen noch Weihnachtsgeld

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nur noch gut jeder zweite Beschäftigte kann sich auf die Sonderzahlung freuen. Das Weihnachtsgeld bleibt durch die Tarifbindung noch weitestgehend erhalten. Hier erhalten noch 71 Prozent der Beschäftigten die Zahlung.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 11:57 Uhr

Berlin/Düsseldorf | Es ist der von vielen Arbeitnehmern geschätzte Geldgeber zum Ende des Jahres: das Weihnachtsgeld. Doch nur noch gut jeder zweite Arbeitnehmer bekommt die Jahressonderzahlung gezahlt. Das teilte die Hans-Böckler-Stiftung gestern mit. Die gewerkschaftsnahe Einrichtung hat dies nach einer Online-Umfrage unter rund zehntausend Beschäftigten ermittelt. Rund 15 Prozent erhalten demnach eine Gewinnbeteiligung, 19 Prozent erhalten sonstige Sonderzahlungen.

Entscheidend für den Erhalt dieser Jahressonderzahlung sei insbesondere die Tarifbindung, erklärte die Hans-Böckler-Stiftung weiter. Beschäftigte mit Tarifvertrag erhielten zu 71 Prozent ein Weihnachtsgeld, Beschäftigte ohne Tarifbindung dagegen nur zu 42 Prozent. Die geltenden Tarifverträge sehen laut Stiftung in den meisten Wirtschaftszweigen ein Weihnachtsgeld vor, das überwiegend als fester Prozentsatz vom Monatseinkommen berechnet wird.

Je nach Art des Arbeitsvertrages und Geschlechts gibt es den Angaben zufolge große Unterschiede. Laut Umfrage bekommen Mitarbeiter mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag zu 56 Prozent ein Weihnachtsgeld, befristet Beschäftigte nur zu 42 Prozent. Vollzeitbeschäftigte erhalten mit 55 Prozent öfter Weihnachtsgeld als Teilzeitbeschäftigte mit 42 Prozent. Unter den männlichen Mitarbeitern bekommen 56 Prozent Weihnachtsgeld, unter den weiblichen Angestellten nur 51 Prozent. Ein relativ hohes Weihnachtsgeld erhalten die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der westdeutschen Chemieindustrie sowie in der Druckindustrie (95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens). Darunter liegen die Bereiche Versicherungen (80 Prozent), Einzelhandel (West, 62,5 Prozent) sowie Metallindustrie (West und Sachsen, 55 Prozent). Kein Weihnachtsgeld bekommen etwa die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe Ost und im Gebäudereinigerhandwerk.

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