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Nospa baut um: Filialnetz wird abgespeckt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jeder zweite Kunde nutzt heute bereits Online-Banking

Die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) hat gestern angekündigt, ihr Filialnetz auszudünnen. In den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland sowie der Stadt Flensburg werden elf bisher Mitarbeiter-besetzte Standorte geschlossen. 19 weitere Geschäftsstellen werden in sogenannte SB-Filialen umgewandelt, wo nur noch Automaten für Bankgeschäfte zur Verfügung stehen.

Die Neustrukturierung des Filialnetzes sei notwendig geworden, weil mittlerweile jeder zweite der rund 200 000 Nospa-Kunden Online-Banking nutzen würde, erklärte Thomas Menke, Vorstandsvorsitzender der Nospa. 13 000 Kunden würden Bankgeschäfte mobil über Nospa-Apps erledigen. 19 Standorte sollen zu Regionaldirektionen ausgebaut werden; dort sollen dem Kunden künftig alle Produkte und Dienstleistungen geboten werden. Zudem seien weitere Service-Angebote vorgesehen, das Internet-Angebot werde ausgebaut.

In den betroffenen Orten ist man nicht begeistert. „Das ist eine traurige Entwicklung“, sagte Rolf-Dieter Lippert, 1. stellvertretender Bürgermeister von Wanderup, „und nicht gut für eine Gemeinde, wie wir es sind“. Vor allem ältere Bewohner würden die Nospa-Filiale intensiv nutzen. Er sei überrascht von der Umwandlung, die so gar nicht zum Trend in Wanderup passen würde: „Wir haben erst im August wieder unseren Kaufmann bekommen. Und die Konkurrenz der Nospa ist vor Ort.“

In Großenwiehe sprach Bürgermeisterin und Amtsvorsteherin Gudrun Carstensen, CDU, von einem erschütternden Vorgang. „Analytisch gesehen, kann man die Maßnahme vielleicht nachvollziehen“, sagte sie, doch für die Landbevölkerung sei es schlimm, nun ohne direkten Ansprechpartner dazustehen.

Im Norden des Kreisgebiets wird der Standort Sterup, der bisher mit Personal besetzt ist, ganz aufgelöst. Ebenso werden die Flensburger SB-Standorte Ochsenmarkt und Rathausstraße sowie Medelby aufgegeben. Neben Großenwiehe und Wanderup sind im Norden Sörup, Streichmühle und der Hafermarkt in Flensburg von einer Umwandlung in eine SB-Filiale betroffen. Doch es gibt auch einen neuen SB-Standort: Studierende können künftig auf dem Campus ihre Geldgeschäfte erledigen; in der Mensa wird ein SB-Terminal installiert. Seite 12

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erstellt am 14.Mai.2014 | 20:08 Uhr

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