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Norla – die große Show der Landwirtschaft

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Veranstalter wollen mit Verbrauchern über Tierhaltung sowie Öko- und normalen Landbau diskutieren

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Über 500 Aussteller auf dem 130 000 Quadratmeter großen Messegelände in Rendsburg erwarten ab morgen die Besucher zur 64. Norla. Die Verbraucher- und landwirtschaftliche Fachmesse müsste in diesem Jahr unter einem guten Stern stehen. Stephan Gersteuer, Generalsekretär des Bauernverbandes und mit Landwirtschaftskammer-Geschäftsführer Peter Levsen Johannsen Geschäftsführer der Messe Rendsburg GmbH ist optimistisch: „Wir hatten eine gute Ernte und die Preissituation ist für die Landwirtschaft ordentlich. Das wird sich auch auf die Messe übertragen.“ Levsen Johannsen formulierte den Anspruch der Messe: „Es ist unser Ansinnen, den Spagat zwischen landwirtschaftlicher Fachmesse und Verbrauchermesse mit hiesigen Firmen zu bewältigen.“ Dies und die weiteren Schwerpunkte, wie zum Beispiel die Landestierschau, grüne Ausbildungsberufe, ökologischer und konventioneller Landbau oder die Land- und Baumaschinen sollen beim Besucher „Leidenschaft für den einen oder anderen Bereich wecken“, hofft Levsen Johannsen. Das Interesse der Veranstalter sei der Meinungsaustausch und dass der Besucher sich wohl fühle.

Spannend verspricht der Landesbauerntag am Freitag zu werden. Für die Landesregierung wird Landwirtschaftsminister Robert Habeck sprechen, der damit rechnen muss, dass die Einwände der Bauern gegen Beschlüsse wie zum Beispiel den Knickerlass laut werden. „Herr Habeck hat den Dialog intensiv gepflegt. Nur dann sind Dinge gegen die berechtigten Einwände der Bauern deutlich gemacht worden. Von uns ist das Tischtuch nicht zerschnitten. Wir erwarten aber auch, dass wir eine klare Stellungnahme erhalten und er sich grundsätzlich positioniert. Ich denke, es wird ein hitzigerer Bauerntag, als wir sie bisher erlebt haben“, prophezeit Stephan Gersteuer. Neben diesem politischen Höhepunkt wird Prof. Dr. Martin Qaim von der Universität Göttingen zum Thema „Europa ist keine Insel: Herausforderungen für die globale Landwirtschaft“ referieren.

Den hohen Stellenwert der Tierzucht für Schleswig-Holstein hob Heiner Kahle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Tierzüchter hervor. „Wir wollen die neuen Entwicklungen der Tierzucht aufzeigen und laden zum Meinungsaustausch im Tierzelt ein. Hier kann über die Entwicklung zum Beispiel in der Tierhaltung, der Genetik und der Zucht diskutiert werden.“

Bedenken, die Verkehrssituation – bedingt durch die Bauarbeiten an der Rader Hochbrücke und im Kanaltunnel – könnten zum Anreise-Chaos für die Messe-Besucher führen, zerstreuten die beiden Geschäftsführer Gersteuer und Levsen Johannsen. Ein Vorteil sei es, dass die Messe erst nach den Stoßzeiten von Schul- und Berufsverkehr um 9 Uhr beginne. Aus Richtung Kiel könnten Autofahrer bereits in Schacht-Audorf abfahren, aus dem Süden könne über Jevenstedt auch die Nebenstrecke genutzt werden. Es könne auch die Auffahrt Rendsburg-Mitte benutzt werden. Außerdem gäbe es genug gut ausgeschilderte Parkplätze. „Wer losfährt, kann in angemessener Zeit das Norla-Gelände erreichen“, sagte Gersteuer, der auch darauf hinwies, dass die Messe Rendsburg kontinuierlich in das Norla-Gelände investiere und dies auch weiterhin tun werde. „Die Norla brummt“, sagt er und hofft, dass das Vorjahresergebnis von 70 000 Besuchern wieder erreicht wird.

Mehr zur Norla lesen Sie morgen auf einer Sonderseite.

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