Nordex setzt auf wachsendes Südamerika-Geschäft

Gute Zahlen  konnte Nordex-Vorstand Jürgen Zeschky bei der Hauptversammlung gestern  in Rostock vorweisen.
Gute Zahlen konnte Nordex-Vorstand Jürgen Zeschky bei der Hauptversammlung gestern in Rostock vorweisen.

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03. Juni 2014, 15:34 Uhr

Der Windkraftanlagenbauer Nordex will seine Geschäfte in Südamerika ausbauen. Schon heute verkaufe Nordex vor allem in Uruguay mit einigem Erfolg, so Vorstandschef Jürgen Zeschky (Foto) gestern bei der Hauptversammlung in Rostock. Auch in Chile werde man aktiv sein. „Diese Länder haben einen ungestillten Hunger nach Energie und zahlen für Strom aus heimischen Kraftwerken gutes Geld.“ In den USA habe sich Nordex dagegen bescheidene Ziele gesteckt. „Ich würde nicht so weit gehen, diese Strategie ‚Rosinen picken‘ zu nennen, aber dem härtesten Wettbewerb gehen wir so aus dem Weg“, sagte Zeschky. Der Umsatzanteil Amerikas liege bei 18 Prozent.

Nach einem guten ersten Quartal hatte Nordex seine Prognose für 2014 zuletzt angehoben. Erwartet werden ein Auftragseingang von bis zu 1,7 Milliarden Euro und ein Umsatz von 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro. Die Ebit-Marge – also das Verhältnis von operativem Ergebnis und Umsatz – werde 4 bis 5 Prozent betragen. Nordex will sein Werk am Hauptproduktionssitz in Rostock für rund 25 Millionen Euro ausbauen, kündigte Zeschky an. Dort sind etwa 1400 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt wolle Nordex bis 2016 rund 50 Millionen Euro in seine Kerntechnologie „Rotorblatt“ investieren. Hintergrund sind die größeren Dimensionen der Rotorblätter. Die Zentrale steht in Hamburg-Langenhorn.

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