Börsen in Hamburg und Hannover : Nord-Börsen übernehmen Börse Düsseldorf

Die Regionalbörsen haben in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung verloren, doch sie suchen nach Nischen wie den Handel mit geschlossenen Fonds oder Schuldscheinen.
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Die Regionalbörsen haben in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung verloren, doch sie suchen nach Nischen wie den Handel mit geschlossenen Fonds oder Schuldscheinen.

Für den Zusammenschluss wurde ein Kaufvertrag unterzeichnet.

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24. März 2017, 12:01 Uhr

Hamburg/Hannover/Düsseldorf | Nach dem Start der Zusammenarbeit am 1. Januar sei nunmehr der notarielle Kaufvertrag unterzeichnet worden, teilte die BÖAG Börsen AG, in der die beiden norddeutschen Börsen zusammengeschlossen sind, am Freitag in Hamburg mit. Die Transaktion bedürfe noch der Zustimmung der Hauptversammlung der Düsseldorfer Börse und soll im Sommer abgeschlossen werden. Die zuständigen Aufsichtsräte, Börsenräte und Aufsichtsbehörden hätten dem Vorhaben bereits zugestimmt.

Durch den Zusammenschluss sollen die drei Handelsplätze künftig von Einspareffekten, gebündelten Ressourcen und Spezialisierungsvorteilen profitieren.

Die Regionalbörsen haben in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung verloren. Zum einen werden mittlerweile mehr als 90 Prozent des Aktienhandels über das elektronische Handelssystem Xetra der Deutschen Börse in Frankfurt abgewickelt, zum anderen gibt es erfolgreiche Wettbewerber im Internet, wie etwas den Berliner Plattformbetreiber Tradegate Exchange. Die Regionalbörsen suchen nach Nischen wie den Handel mit geschlossenen Fonds oder Schuldscheinen.

Düsseldorf betreibt zudem die elektronische Handelsplattform Quotrix. Alle drei Börsen zusammen beschäftigen rund 35 Mitarbeiter.

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