Nord-Betriebe mit Geschäftslage zufrieden

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16. April 2014, 12:03 Uhr

Die schleswig-holsteinische Wirtschaft ist gut ins Jahr gestartet. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der einen Wert zwischen 0 und 200 annehmen kann, ist danach im ersten Quartal leicht auf 125 angestiegen. Der Vorjahreswert lag bei 106, der Vorquartalswert bei 123. Das ist das Ergebnis der von der IHK Schleswig-Holstein veröffentlichten repräsentativen Konjunkturumfrage unter 2000 Unternehmen im Land, von denen 630 antworteten.

42,3 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen laut IHK ihre Geschäftslage als gut, 48,2 Prozent als befriedigend und nur 9,5 Prozent als schlecht (Vorquartal: 36,4 Prozent; 52,8 Prozent; 10,8 Prozent). Für die Zukunft erwarten 29,8 Prozent der Unternehmen eine Verbesserung ihrer Situation, 57,9 Prozent eine konstante und 12,3 Prozent eine schlechtere Lage. Damit ist der Anteil der Optimisten etwas gesunken. Die Investitionsneigung der Unternehmen bleibe aber angesichts weiterhin günstiger Finanzierungsbedingungen lebhaft, hieß es weiter. Gut ein Viertel der Unternehmen plane eine Erhöhung. Nachdem in den vergangenen Jahren die positive Konjunkturentwicklung im Wesentlichen von der guten Exportentwicklung gestützt war, trägt inzwischen auch die Binnennachfrage vermehrt zur positiven Konjunkturentwicklung bei.


Baugewerbe lebt auf, Einzelhandel stagniert


Einen besonders starken Aufschwung haben dabei die Investitionsgüterhersteller zu verzeichnen. Weiterhin auf der konjunkturellen Sonnenseite befindet sich das Baugewerbe. Im Hoch- wie im Tiefbau verlief die Entwicklung positiv. Kaum Bewegung sei dagegen im Einzelhandel zu verzeichnen; er konnte sich trotz gestiegener Kaufkraft der Kundschaft nur wenig verbessern. Eine verbesserte Geschäftslage meldeten Großhandel und Verkehrswirtschaft. Besonders erfreulich sei, so Friederike Kühn, Präsidentin der IHK, „dass angesichts der positiven Konjunkturentwicklung auch die Beschäftigungspläne der Unternehmen wieder deutlich nach oben zeigen“.

Die IHK Schleswig-Holstein vertritt die Interessen von 175 000 Unternehmen mit 750 000 Arbeitnehmern.

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