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Von Helsingør nach Helsingborg : Noch ein Tunnel: Dänemark will sich nach Schweden durchbohren

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Aus der Onlineredaktion

Die Analyse für eine HH-Querung ist in Auftrag. Transportminister Ole Birk Olesen ist bereits von dem Projekt überzeugt.

Kopenhagen/Helsingborg | Dänemark überlegt laut, den Seeweg nach Schweden mit einem weiteren Tunnel zu untergraben. Die politischen Plan-Skizzen gehen dahin, dass in Zukunft mit dem Zug oder dem Auto vom nordseeländischen Helsingør ins schwedische Helsingborg gefahren werden kann. Bisher gibt es auf der 20-minütigen Route über die schmalste Stelle des Öresund bis zu 152 Fährabfahrten pro Tag.

Dem Inselstaat Dänemark liegt weiter viel an einer perfekten Verkehrsanbindung zu seinen europäischen Nachbarn. Während eine Brücke von Alsen nach Fünen diskutiert wird, die das nach Fertigstellung der Fehmarnbelt-Querung abgehängte Südjütland konkurrenzfähiger machen soll, könnte es auch auf dem Weg nach Schweden ein weiteres Mal heißen: „Fähre adé“.

Transportminister Ole Birk Olesen (Liberale Allianz) hat am Montag gemeinsam mit den schwedischen Behörden eine Analyse in Auftrag gegeben, die ein mögliches Tunnelprojekt zwischen den beiden Städten untersuchen soll. Das berichtet das Transportministerium auf ihrer Homepage. Die Analyse soll rund drei Jahre in Anspruch nehmen und unter anderem die Wirtschaftlichkeit des Projekts berechnen.

 

Olesen ist von der Idee überzeugt: „Es scheint eine gute Möglichkeit für den Bau einer festen Verbindung zwischen Helsingør und Helsingborg mit Nutzungsgebühren zu geben, so wie wir es bereits vom Großen Belt und dem Øresund kennen. Das wollen wir nun mit der Analyse genauer untersuchen“, so der Minister in einer Pressemitteilung. Seiner Ansicht nach sei vor allem Bedarf nach einer reinen Straßenverbindung zwischen den Städten vorhanden. Auf Wunsch der schwedischen Behörden werde aber auch eine Bahnverbindung geprüft. Nach der Analyse wolle man sich zusammensetzen und die verschiedenen Modelle und ihre Risiken besprechen, so Olesen.

Im vergangenen Jahr schrieb die Zeitschrift Ingeniøren, dass mit einem Tunnel zwischen den beiden Städten rund 27 Milliarden Kronen (3,6 Milliarden Euro) Netto-Gewinn erzielt werden könnten. Das zeigte eine Analyse des Beratungsunternehmens Incentive im Auftrag der Kommune Helsingborg.

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erstellt am 26.Jun.2017 | 14:13 Uhr

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