New Yorker verliert Jeans-Streit gegen Levi’s

shz.de von
18. September 2014, 13:29 Uhr

Die Po-Hosentaschen sind der Knackpunkt gewesen: Im Streit um Jeans-Plagiate muss die deutsche Modekette New Yorker Schadenersatz an den US-Jeanshersteller Levi’s zahlen. Die genaue Höhe ist noch offen, Levi’s verlangt 50 Euro pro verkaufter Hose. Außerdem wurde der deutschen Modekette verboten, Jeansmodelle weiter zu verkaufen, die Levi’s-Hosen zu ähnlich sehen, entschied das Oberlandesgericht Hamburg gestern.

Bei dem Rechtsstreit geht es unter anderem um die Verzierung der Hosentaschen am Po – Levi’s wirft dem deutschen Unternehmen vor, das „V“ auf den Hintertaschen kopiert zu haben. Die strittigen Jeans der New-Yorker-Eigenmarken sind in der Regel deutlich billiger als die des US-Herstellers Levi Strauss (Levi’s).

New Yorker kündigte an, nach Vorlage des Urteils über eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) entscheiden zu wollen. Weiter äußerte sich das Unternehmen nicht. Eine detaillierte Begründung für die Entscheidung gab es vom Gericht noch nicht. Eine Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen, sagte eine Gerichtssprecherin. Nach ihren Angaben hat New Yorker nun nur noch die Möglichkeit, beim Bundesgerichtshof eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einzureichen. Sollte diese erfolglos sein, wäre der Rechtsweg erschöpft. Andernfalls müsste sich der Bundesgerichtshof mit den Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen.

New-Yorker-Chef Friedrich Georg Knapp war am Wochenende in die Offensive gegangen und hatte dem US-Konkurrenten vorgeworfen, Levi’s wolle in erster Linie einen unliebsamen Konkurrenten „anschießen und finanziell schädigen“.

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