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Neumünster: Ein Milchwerk der Superlative

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das größte deutsche Milchtrocknungswerk entsteht zurzeit in Neumünster im Industriegebiet Süd, und es ist bereits kurz vor dem Start. Im Frühjahr 2011 hatten sich die Meiereien aus Wasbek, Barmstedt, Schmalfeld-Hasenmoor und Uelzen (Niedersachsen) für dieses Projekt zusammengetan. In dem Milchwerk der Superlative wurde bereits eine erste Anlage in Betrieb genommen.

„Wir verarbeiten schon kleine Mengen Milch zu Magermilchkonzentrat“, erklärt Projektleiter Herbert Hannemann vom Ingenieurbüro DIHH aus Bad Segeberg. In der zweiten Märzhälfte soll das Milchtrocknungswerk mit der Pulvermilchproduktion beginnen. „Wir sind komplett im Zeitplan“, sagt der Architekt. Baubeginn für den Giganten war im Juli 2012. Sobald alles läuft, sollen pro Jahr 570 Millionen Kilogramm Milchpulver aus der Magermilch entstehen, die in den vier Meiereien anfällt. In dem Werk werden rund 50 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Auch optisch ist das neue Milchwerk , das in unmittelbarer Nähe des Designer-Outlet-Centers (DOC) entsteht, ein Gigant: 127 000 Quadratmeter (rund 25 Fußballfelder) ist das Grundstück groß. Davon wurden erst 22 000 Quadratmeter Fläche bebaut beziehungsweise befestigt; eine Erweiterung ist somit möglich. Der Trocknungsturm ragt stolze 50 Meter empor und ist damit eins der größten Gebäude von Neumünster.

„Abnehmer für das Milchpulver finden sich weltweit“, sagt Peter Minkenberg, Betriebsleiter der Wasbeker Meierei. Gebraucht wird Milchpulver etwa für Kekse oder Schokolade sowie für die Herstellung von Babynahrung. „Pulver lässt sich deutlich länger lagern und besser transportieren als Milch. Zirka zehn Liter Milch ergeben ein Kilo Pulver“, erklärte Minkenberg.

Bedenken von Anwohnern, dass das Riesenmilchwerk Probleme mit Staub, Lärm und Abwasser mit sich bringen könnte, teilt Projektleiter Herbert Hannemann nicht. Er verweist auf die strengen Richtlinien, die die Betreiber einzuhalten hätten.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 17:15 Uhr

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