Neuer Betrug mit Hähnchenfleisch unter Neuland-Siegel

shz.de von
04. Juni 2014, 16:21 Uhr

Neuer Skandal um Geflügelfleisch der Firma Neuland: Nach Informationen der „Zeit“ wurde in Süddeutschland jahrelang unter der Marke Neuland – und mit dem entsprechenden Gütesiegel – Hähnchenfleisch aus französischen Betrieben verkauft. Dessen Herkunft sei verschleiert und die Verbraucher damit getäuscht worden. Das Fleisch stamme demnach von Höfen, die keine Neuland-Betriebe sind. Das Neuland-Gütesiegel soll jedoch Fleisch aus besonders artgerechter Haltung kennzeichnen.

Jedes Hähnchen, das seit 2012 in Süddeutschland verkauft wird, kommt aus Frankreich. Das bestätigte der zuständige Geschäftsführer der Neuland Vertriebsgesellschaft in Süddeutschland gegenüber der Wochenzeitung. Damit ist nach Angaben des Unternehmens nun aber Schluss: „Das Hähnchenfleisch aus Frankreich darf nicht als Neuland-Fleisch verkauft werden", sagte Neuland-Chef Jochen Dettmer. Doch den Informationen zufolge wird das französische Fleisch nach wie vor unter dem Label vertrieben.

Nach Recherchen der Zeitung stammt auch Lammfleisch, das Neuland in Süddeutschland verkauft, aus einer konventionellen Schäferei. Obwohl der Schäfer 2012 als Neuland-Betrieb abgelehnt wurde, lieferte er weiter – das Fleisch wurde unter dem Label verkauft.

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