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Neue Regeln sind kein Allheilmittel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 13:56 Uhr

Kein Zweifel, sie meinen es gut, die Bundesminister für Finanzen und Verbraucherschutz. Verbraucherminister Maas ist jedenfalls guter Hoffnung, Fälle wie Prokon künftig unterbinden zu können. Mag sein. Mag aber auch sein, dass die Anbieter Wege finden, die knapp am Fall Prokon und damit am neuen Gesetz vorbei führen. Was dann? Neue Gesetze erlassen?

Die beiden Minister vertrauen auf die Bankenaufsicht Bafin. Deren Präsidentin hat aber erst diese Woche zwar die eine oder andere sinnvolle Maßnahme, etwa mehr Produktinformationen, für sinnvoll erachtet. Aber ihr Credo war: „Wer sein Geld anlegt, trägt auch die Verantwortung für seine Entscheidungen.“ Ja, was denn sonst? Hinzu kommt, dass der „Graue Kapitalmarkt“ wuchs, weil der „Weiße Kapitalmarkt“, der der Bankenaufsicht unterliegt, immer schärfer reguliert wurde. Die Kaskade lässt sich weiterdenken:

Wird nun auch der graue Markt immer schärfer kontrolliert, dürfte der Schwarzmarkt wachsen. Der beste Schutz ist das Wissen um diesen Gleichklang: Hohe Rendite, hohes Risiko. Darauf sollte man in der Schule hinweisen und überall da, wo bisher (zu wenig) ökonomische Bildung vermittelt wird.

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