Neue Hoffnung für P+S-Werft in Stralsund

Für die P+S-Werft in Stralsund soll es laut Insolvenzverwalter neue Interessenten geben.  Foto: dpa
Für die P+S-Werft in Stralsund soll es laut Insolvenzverwalter neue Interessenten geben. Foto: dpa

shz.de von
05. August 2013, 03:59 Uhr

Stralsund | In die Suche nach einem neuen Investor für die insolvente P+S-Werft in Stralsund ist Bewegung gekommen. Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann hat bestätigt, dass er derzeit "ganz gute Gespräche" mit potenziellen Käufern führe. "Wir haben in der Tat zwei russische Interessenten und auch durchaus noch andere", sagte Brinkmann. In den kommenden Woche würde intensiv weiterverhandelt "und wir hoffen, dass wir dann auch zu einem Ergebnis kommen". Die Namen der möglichen Investoren wollte Brinkmann nicht nennen.

Zu den Interessenten soll der Eigner der Nordic Yards in Wismar und Rostock-Warnemünde, Witali Jussufow, zählen. Von dem Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Nordic Yards baut an den beiden Standorten Umspannplattformen für Windparks auf See und hat sich damit Alternativen zum defizitären Frachterbau erschlossen.

Vor knapp einem Jahr hatten die P+S-Werften mit ihren Standorten Stralsund und Wolgast Insolvenz angemeldet. Während die Wolgaster Peenewerft von der Bremer Lürssen-Gruppe übernommen worden ist, erwies sich die Investorensuche für Stralsund bislang als sehr schwierig. Einst waren dort rund 1200 Menschen beschäftigt. Derzeit arbeiten laut Brinkmann noch etwa 500 Beschäftigte in Stralsund, in der Transfergesellschaft sind noch 799 ehemalige Mitarbeiter der P+S-Werften tätig .

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